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Tagebuch » Peru und Ecuador

Von Peru nach Ecuador und zurueck, bitte

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Kommentare

Hallo Kevin, ich werde in der nächsten Woche die Seite noch etwas aufhübschen und dann auch noch etwas über die Bedienbarkeit loswerden. Habe noch etwas Geduld, bin gerade ein bisschen im Arsch. ;)

fabian (Jan 7, 2005 - 11:10 PM)


Hey, ich bin's nochmal, wünsche dem Reisenden gut ins neue Jahr gekommen zu sein! Vielleicht wild, vielleicht ruhig - bin gespannt auf deine Geschichten und ein Feedback. Bis dann dann,

Kevin (Jan 2, 2005 - 8:25 PM)


Hey Fabian,



nun hast du es also geschafft. Ich möchte mir deine Müdigkeit mit dem Jet-Lag nach 4 (?) mal umsteigen gar nicht vorstellen - da wird mir ganz schlecht! Apropros schlecht: McDonalds dürfte bald vorbei sein, wenn du mal auf einem Markt bist solltest du das Nationalgericht mit frischem, rohen Fisch testen (am besten mit Süsskartoffel)! Ansonsten ist natürlich das Meerschweinchen auch immer zu empfehlen...

Wünsche dir eine schöne Zeit!

Kevin (Dec 22, 2004 - 9:28 AM)


Carmina Burana

Wie ein Kreis schließt sich die Reise, wie vorhersehbar scheinen die Ereignisse zu sein: Die komplizierte Anreise noch in Gedanken wird sich der Leser den Ausgang dieser waren Geschichte erdenken können. Mit großer Mühe und erneutem Geldaufwand gelingt es dem Reisenden gerade noch, wieder zum Heimischen zu werden, auf sein Gepäck muss er dabei jedoch verzichten. Dafür hat er einen Rat an alle Lesenden: Man überlege sich wohl, mit einer nichteuropäischen Billigfluggesellschaft eine Reise zu machen.


fabian    (Jan 7, 2005 - 11:17 PM / vor 3 Jahr(en) 4 Monat(en) 24 Tag(en) geschrieben)

Zigarettenschmuggel

Chiclayo lässt sich erneut als schönes Beispiel einer Stadt zeigen, die der Kolonialismus hervorgebracht hat: Die quadratische Anordnung der Straßen, der Plaza als Zentrum der Stadt, der verordnete Katholizismus und die kitschige Weihnachtsdekoration. Dazu kommt jedoch noch der Markt, der ein Vorbild für den Karstadtquellekonzern sein könnte was Warenvielfalt, Verkäufermotivation und -Käuferverhältnis und Preise angeht.
Allen Rauchern und Schmugglern sei mitgeteilt, dass eine Stange Zigaretten hier weniger kostet als eine Packung in Deutschland.


Verknüpfte Einträge im Reiseführer: Chiclayo


fabian    (Jan 7, 2005 - 11:06 PM / vor 3 Jahr(en) 4 Monat(en) 24 Tag(en) geschrieben)

Waffendiskrepanz

An die staendige Anwesenheit von hauptsaechlich privaten Wachleuten mit teilweise martialischen Schusswaffen hat scih das Gemuet des Reisenden mit den besprochenen Zweifeln bereits gewoehnt; jedoch ware es doch noch interessant zu erfahren, wie die Gesetzeslage den Besitz von Waffen fuer Privatleute und Staatsdiener regelt: So ist der Kartenabreiszer eines Thermalbades besser bewaffnet als es die Grenzbeamten zwischen Ecuador und Peru sind.


fabian    (Jan 4, 2005 - 6:00 PM / vor 3 Jahr(en) 4 Monat(en) 27 Tag(en) geschrieben)

Moskau

Da das Ende der Reise naht, muss nun der Rueckweg in groszen Schritten unternommen werden, da, wie der Leser sicherlich bemerkt hat, die Reise bisher sich immer vom Ausgangs- und Zielpunkt entfernt hat. Das Unterhaltungsprogramm der Busfahrten wurde bereits zuvor thematisiert, als mitteilenswert haelt der Reisende jedoch folgenden Liedtext, der ihm zu Ohr kam: "[...] Moskau, Moskau, wirf die Glaeser an die Wand, Russland ist ein schoenes Land. HAHAHAHAHA. [...]"


fabian    (Jan 3, 2005 - 2:08 AM / vor 3 Jahr(en) 4 Monat(en) 28 Tag(en) geschrieben)

Edukativer Urwald in Puyo

Neben den aueszerst guenstigen Standardagenturen fuer den Urwaldtourismus mit Bastroeckchen und Regentanz gibt es auch eine vom DED initiierte Organisation, die eine untouristischere Variant bietet. Diese Hilfe zur Selbsthilfe, die dort von den Einheimischen praktiziert wird, haelt der Reisende fuer die einzig gueltige Entwicklungshilfe und unterstuetzt sie mit voller Ueberzeugung.
Dass untouristisch dabei noch nicht einmal ein bisschen touristisch bedeutet, wurde dem Reisenden spaetestens dann klar, wenn er sich nach drei Stunden des Fluss-aufwaerts-Gehens bis zur Genitalzone im Wasser stehend wiederfindet, gefolgt von steilen Aufstiegen, gehalten blosz von Wurzeln und Lianen, schlieszlich schwimmwestenlos in einem Holzflusz im stromverschnellten Fluss. Hintergrund dieser Erfahrung: Der Tourist stellt bei dieser Fuehrung fest, dass der Urwald auch anders als Papageien zwischen bunten Blumen kann.


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fabian    (Jan 3, 2005 - 2:03 AM / vor 3 Jahr(en) 4 Monat(en) 28 Tag(en) geschrieben)

Baños

Ein Suedamerikaner sagt einem beim Anblick heller Haut auf den Kopf zu, dass man in Baños Halt machen wird, sobald man die Grenze Ecuadors uebertritt. Tatsaechlich ist diese Stadt so europaeisch, dass man von Zeit zu Zeit vergisst, dass die eine oder andere Alpenhuette nicht in der Schweiz, sondern in den Anden steht.
Eigentlich dieser Oktruierung fremder Kulturen abgeneigt, freut sich der Reisende heimlich ein wenig, seinem von Papas con Pollo traktierten Verdauungssystem zur Genesung franzoesische Kueche und seinen von der suedamerikanischen Unterhaltungsmusik, die waehrend den Busfahrten dudelt, blutenden Ohren sanfte Streicher, Surfermusik und Techno bieten zu koennen.


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fabian    (Dec 30, 2004 - 12:32 AM / vor 3 Jahr(en) 4 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)

Cuenca

Das einzige, was Peru und Ecudar gemein zu haben scheinen, sind Zeitzone und Sprache. So fehlen in Ecuador die vielen Straszenverkaeufer und damit auch das staendige Abgewimmel derer. Tatsaechlich musste sich der Reisende erstmals selbstaendig um ein Taxi kuemmern. Dafuer sind Konsumgueter wie private PKW und Klimaanlagen vorhanden, die in Peru objektiv, nicht zwingend subjektiv gefehlt haben.
Cuenca laesst sich als saubere Stadt bezeichnen, die allmaehlich in den vielen Kolonialstaedten unterzogehen scheint, wenn das Atmen mit dem Rucksack in 2500 Metern Hoehe nicht schwerer fiele, als in den bereits besuchten Staedten. Das Zahlungmittel Dollar laesst den Reisenden eine gewisse Selbstkritik seitens der Ecuadrianer vermuten, selbstaendig fuer eine vernuenftige Waehrungspolitik zu sorgen.


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fabian    (Dec 27, 2004 - 9:26 PM / vor 3 Jahr(en) 4 Monat(en) 5 Tag(en) geschrieben)

Grenzversagen

Eine Interessante Erfahrung musste der Reisende auf dem Weg von Peru nach Ecuador, genauer von Tumbes nach Huaquillas machen: So wurde waehrend eines kurzen Stopps in der Wueste von Taxifahrer mitgeteilt, dass sich der Fahrpreis verzwoelffachen wuerde, ohne dass Serviceeinbuszen hinzunehmen seien. Kundenservice auf peruanisch.


fabian    (Dec 27, 2004 - 9:18 PM / vor 3 Jahr(en) 4 Monat(en) 5 Tag(en) geschrieben)

Bongos am Strand

Den Finger an der Kueste Perus wuerde der Reisende von Lima aufwaerts bewegen und ueber Mancora haltmachen auf die Frage hin, wo denn die meisten Aussteiger westlicher Industrienationen zu finen seien. So wenig Einheimische sieht man hier hinter den Souvenierstaenden stehen, dass sich einem der Eindruck aufdraengt, Urlauber aus dank THC lange vergessener Zeit verdienen hier ihr Brot mit Selbstgekuepften, die am Vormittag ihren Freundeskreis durch Urlauber vergroeszern, die noch glauben, dass Geld dazu zu verwenden sei, sich in jedwede Schicht einkaufen zu koennen und Nachmittags bei tiefer stehender Sonne ihre Kuenste an der Keule verbessern.
Ein angenehmer Nebeneffekt dieses Einflusses ist die verminderte Anzahl von eingeschalteten Fernsehgeraeten, die durch die Sonne, den Strand und die Palmhuetten ein wohliges Gefuehl vermitteln und einen bequem im Sand braunen lassen.
Dem Eiligen sei als Randnotiz mitgeteilt, dass die Busse regelmaeszig einmal in der Woche in dieser Stadt Halt machen, so dass die naechsten Termine entsprechend geplant sein sollten.


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fabian    (Dec 25, 2004 - 1:20 AM / vor 3 Jahr(en) 4 Monat(en) 8 Tag(en) geschrieben)

Trujillo

Als fast winzig laesst sich diese Stadt bezeichnen, die zwar die drittgroeszte Perus ist, jedoch mit einem zwoelftel der Groesze Lima nicht konkurrieren kann. Mit einem inneren Laecheln blickt das innere Auge des Reisenden auf einen Zeitraffer des kuerzlich getaetigten Frankreichaufenthaltes.
Auch wenn die Kolonialisierung Perus vor allem Armut und kulturelle Verwirrung gebracht hat, was sich in den Blechhuettenansammlungen am Rande Limas und dem allgegenwaertigen Weihnachtsmannkostuemen manifestiert, so hat sie doch einige Gebaeude erschaffen, die sehenswert sind. Der Waffenplatz Trujillos ist wahrlich sehenswert und der Prunk, mit dem sich die Kolonialisierer geschmueckt haben, besichtigbar.
Der Reisende erfreut sich an der Sonne und stellt fest, dass die sich braenende Haut in diesem Kulturkreis als politisch unkorrekt empfunden werden koennte.


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fabian    (Dec 22, 2004 - 12:53 AM / vor 3 Jahr(en) 4 Monat(en) 11 Tag(en) geschrieben)

Lima, nicht die Stadt, sondern das Geraeusch

Lima ist weniger eine Stadt als viel mehr viele Staedte, die scheinbar zufaellig geographisch dicht beieinander liegen. Der Reisende verzichtet auf den Schlaf nach der stressenden Anreise mit dem verwegenen Plan, dem Jetlag zu entkommen, indem man sich erst zu der Zeit ruhe goennt, zu der in Lima die Lichter ausgehen.
Die Stadtteile sind so selbststaendig, wie sie verschieden sind. Touristisch als sicher explorierbar darf mit Sicherheit Mira Flores gelten, wobei die Sicherheit vor allem durch die zahlreichen Wachleute erzeugt wird, die gut bewaffnet ein Auge auf die Bevoelkerung werfen. Gluecklicherweise ist unser Reisender ein gutglaeubiger Mensch, der sich durch diese Masznahmen tatsaechlich sicher fuehlt und nicht in die Gedankenspirale geraet, dass das Geld, das fuer diese Art der Sicherheit verwendet auf sozialen Einsatzgebieten die Sicherheit nicht viel nachhaltiger und auch in Bereichen erhoehen wuerde, die von den Uniformierten nicht ueberblickt werden oder von denen der Blick fuer ein paar Soles entfernt wird.
Der Eindruck, den Lima vermittelt, ist vor allem laut. Sei es durch das Hupen, das als allgemeines Kommunikationsmittel zu gelten scheint oder durch die Dauerbeschallung mindestens eines Fernsehers und eines Radios zur selben Zeit.
Davon abgesehen laesst der Kulturschock auf sich warten, da nach der ersten Pizza bei Pizza Hut der Hunger letztendlich durch ein McFlurry von McDonald´s gestillt wird und der Leser sich fragen darf, weswegen der Reisende eigentlich tausende von Flugkilometern auf sich genommen hat. Aber die Busreise nach Trujillo ost bereits gebucht.


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fabian    (Dec 22, 2004 - 12:46 AM / vor 3 Jahr(en) 4 Monat(en) 11 Tag(en) geschrieben)

Schicksal der spaeten Geburt

Ein durschnittlich bereister Deutscher wird auf die Frage, wie viele Zwischenlandungen man auf dem Weg nach Lima macht, wohl mit "eine" antworten. Nicht so, wenn man zwischen dem Beginn der Reise und dem Buchungsdatum nur zwei Monate laesst und der Flug auf die Vorweihnachtszeit faellt. In einem 24 Stunden Marathon und Stopps in Palma de Mallorca, Barcelona und Madrid kommt unser Reisender in Lima an. Dabei verhaelt sich die Qualitaet der Flugmaaschinen umgekehrt propertional zur Entfernung, die man vom Ablflugsort entfernt ist, so dass es fast an ein aerodynamisches Wunder grenzt, dass der letzte Stahlkoloss ueberhaupt vom Boden kommt.
Aber angekommen in Peru und empfangen von hunderten von Taxifahrern konzentriert er sich auf die vor ihm liegende Aufgabe: Dem Zurechtfinden in einer 12 Mio. Stadt.


fabian    (Dec 22, 2004 - 12:32 AM / vor 3 Jahr(en) 4 Monat(en) 11 Tag(en) geschrieben)