Die Sandalen voller Microchips
Oldenburg
Immerhin ist das hier schon Europa. Spanische Gefängnisse sind bestimmt netter als peruanische. Ausserdem haben die doch sicher einen Auslieferungsvertrag mit Deutschland, oder? Solche und ähnlich nutzlose Gedanken kamen uns zu hauf, als wir in Madrid als einzige von unserem Flug zur ausführlichen Gepäckkontolle gebeten wurden. Nicht, dass wir irgendwas Verbotenes dabeigehabt hätten, aber in den zweieinhalb Stunden, die die Beamten brauchten, unsere Rucksäcke an Land zu bringen, malt man sich die wildesten Geschichten aus.
Als der Gepäckpacker schliesslich kam, ging alles ganz schnell, die Coca-Blätter in meinem Rucksack waren ihnen völlig gleichgültig, dafür wurde alles andere durchfühlt. Richtig lustig wurde es, als der strenge Mann von der Guardia Civil meine stinkenden Sandalen einzeln durch das riesige Röntgengerät jagt, Antje und ich biegen uns vor lachen. Man vermute in der Sohle versteckte Microchips, ah ja. Nun, es waren jedenfalls in meinen Schuhen keine vorhanden und so durften wir dann doch passieren.
Ansonsten war die Rückfahrt recht ereignislos, nur lang. Besonders die 5 Stunden heute nacht in Düsseldorf wollten nicht vergehen. Schliesslich setzten wir heute morgen um acht wieder unsere Füsse auf kalten, heimischen Asphalt.
Damit endet unsere Reise und auch dieses Tagebuch, wir möchten uns für die Aufmerksamkeit und vor allem für die liebevollen Kommentare bedanken! Adios, Antje und Kevin.
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kevin (Nov 23, 2004 - 8:32 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Muy cansados - supermüde
Cusco
Mit dem Hoehepunkt im Ruecken sind wir unbeschwert und lassen uns bespielen. Anstrengend genug. Gestern Rafting, heute eine Mountainbike-Tour. Wir nehmen alles mit, sogar mein tolles Zelt, das ich vier Wochen umsonst mitgeschleppt habe, kam diese Nacht zum Einsatz. Jetzt haben wir echt nix mehr zu verlieren.
Der Flieger nach Lima geht morgen um drei, noch einmal ausschlafen, Fruehstuecken gehen, Sachen packen und schon ists vorbei. Gerade in den letzten Tagen haben wir noch einige Bekanntschaften gemacht, die das Scheiden erschweren. Wir sind jetzt echt fertig und brauchen dringend eine Dusche, melden uns von daheim nochmal zum Verabschieden. Bleibt tapfer! Gute Nacht.
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kevin (Nov 23, 2004 - 8:31 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Die Stadt der Zauberer
Machu Picchu
Weisse Nebelwolken umklammern die nadelspitzen, gruenen Berge. Der Urubamba grollt tief in seiner Schlucht ueber das Geroell, eingezwaengt in den Guertel des Bergregenwalds. Er beschreibt hier eine weite Schleife, deren Inneres steil in den blauweissen Himmel ragt. Es ist feucht und warm. Schliesslich steigt die Sonne ueber den schroffen Kamm.
Also Kitsch kann man genug schreiben ueber Machu Picchu, was solides weiss ja auch eh niemand. Voellig unwillkuehrlich kommen die Hollywood-Assoziationen in unsere Koepfe, ein bisschen scheinen Herr der Ringe, Indiana Jones und die Ritter der Tafelrunde alle zugleich Realitaet geworden zu sein.
Nach den tollen Ruinen von Pisaq und unserer Wanderung bei Ollantaytambo war ich bezueglich Machu Picchu ja etwas skeptisch. Die ganzen Touris, keine Ruhe, superteurer Eintritt - ob es das wert ist? Die Ankunft in Aguas Calientes (war schon dunkel) hat diese Zweifel gleich noch verstaerkt, beinahe ein umgekehrter Kulturschock bei soviel aufgeraeumtem peruanischem Reichtum.
In der Nacht hatte Antje verschiedene Verabredungen mit unserem Baño und so sind wir am naechsten Morgen (6:15) dann raufgefahren, statt die eineinhalb Stunden aus dem Flusstal auf die beruehmten Ruinen zu laufen. Oben angekommen fuehlte sich mein Magen schlagartig besser, was wohl hauptsaechlich an dem beeindruckendem Bild lag.
Alle Zweifel waren verflogen. Machu Picchu lag vor uns, wir waren sprachlos. Unser Erwartungen wurden um ein Weites uebertroffen und wir konnten die Schoenheit und den Zauber erst gar nicht begreifen. Touristen waren noch kaum welche da, die Sonne brach durch die Wolken und erleuchtete die steinernen Ruinen in ihrem urwaldgruenen Setting. Einfach unglaublich atemberaubend, es stimmt tatsaechlich - muss man gesehen haben!
Zuerst ein Rundgang.
Interessant, aber der Gesamteindruck bleibt das Beeindruckendste. Verschiedene alte Inkawege fuehren von und zu der Stadt, wir probieren sie alle aus und erhaschen die verschiedensten Perspektiven. Es gibt Urwaldstimmung, Hoehenluft, Inkabruecken, Schlangen, romantische Gemaeuer. Und immer dieser Blick und dieser Abgrund, phantastisch.
Der Tag vergeht schnell, wir machen noch eine Bekanntschaft und verlieren unseren Reisefuehrer. Unsere Gehirne waren offensichtlich so ueberfordert, dass wir nicht mal mehr unsere sieben Sachen zusammenhalten konnten. Heute morgen ist nach der Anstrengung von 400 Fotos auch noch die Kamera sanft entschlafen (sie ruhe in Frieden, hat gute Dienste geleistet), wird Zeit, nach Hause zu fahren.
Doch erstmal sind wir noch in Cusco zurueck und gehen morgen noch mal raften.
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kevin (Nov 23, 2004 - 8:30 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Choclo con queso (gekochter Maiskolben mit Kaese) un Sol (25 Cent)
Ollantaytambo
Im heiligen Tal der Inkas waechst der beste Mais. Seine gelben, roten oder auch schwarzen Koerner sind prall und suess. Und garantiert nicht genmanipuliert. Er macht die Bewohner dieses wunderbaren Tals zu relativ wohlhabenden Menschen, die aelteren Kinder gehen zur Uni nach Cusco. Zum Mais kommt natuerlich auch der Tourismus, der zur Zeit nur troepfelt, aber im Sommer kommen wegen Machu Picchu taeglich fast 4000 Menschen durch das Tal gestroemt. Sie lassen so manchen Dollar auf den Maerkten der kleinen Doerfer.
Eigentlich wollten wir heute abend schon in dem kleinen Ort Aguas Calientes sein, der am Fusse von M. P. liegt, aber als wir gestern in dieses Tal oestlich von Cusco kamen und auf dem Hauptplatz von Pisaq pausierten, war die Stimmung so entspannt und relaxed nach dem schoen-anstrengenden Cusco, dass wir spontan eine weitere Uebernachtung dort einlegten. Es gab ein tolles Hostal mit Warmwasser und Baño privado. Pisaq bietet einen sehr touristischen (Textilien-) Markt (ist montags zum Glueck nix los) und krasse Inkaruinen. Diese Inkas hatten offenbar ein gesteigertes Sicherheitsbeduerfnis, ihnen war kein Berg zu steil, um nicht oben noch einen Sonnentempel darauf zu bauen. Die Steinbloecke, die dazu dort hinauf mussten, wiegen ja auch nur 40 Tonnen - Arbeitskraft war damals billig. Uebrigens kannten die Inkas weder das Rad noch hatten sie den Flaschenzug fuer sich entdeckt.
Jedenfalls bringt uns heute ein Taxi in eine guenstige Besichtigungsausgangslage und wir erforschen die alten, erhabenen Gemaeuer auf dem Gipfel, der ueber besagtem Tal thront. Tief unten rauscht der Urubamba um die roten Daecher von Pisaq und ueberall leuchten gelbe Blumen auf den Terassen. Der Himmel ist blau, etwas wolkig und verdammt nah.
An Nachmittag erwartet uns eine weitere Expedition: auf zu den heissen Quellen bei Calca. Dort gibt es ein Thermalbad, das schon bessere Zeiten gesehen hat. Das braune Wasser kommt directamente aus dem Berg in zwei mittelgrosse Pools, die Temperatur ist sehr entspannend. Weniger entspannend ist der penetrante Pissegestank, der von den Umkleidekabinen herueberweht, die Toiletten sind dummerweise ueber den Hof und wer schafft das schon so weit? Aber wenn in die Umkleiden uriniert wird, dann doch wohl erst recht ins Wasser, oder? Solche Gedanken verkuerzen unseren Besuch doch etwas und wir beglueckwuenschen uns zu der weisen Wahl des Hostals (s.o.).
In unserem Zeitplan um einen Tag verschoben, brechen wir dann erst heute nach Ollantaytambo auf. Dort endet die Strasse und Richtung M. P. gehts nur mit der Schmalspurbahn weiter. Da es sich als lohnenswert erwiesen hat, in solchen Touridurchgangsorten ein Wenig zu verweilen, bleiben wir auch hier eine Nacht und fahren erst morgen abend nach Aguas Calientes. Schliesslich gibt es auch hier Ruinen (und Landschaft - zum Fingerlecken!), die schon durch unser Zimmerfenster gruessen und morgen erobert werden. Bleibt gesund!
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kevin (Nov 23, 2004 - 8:29 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Antje denkt nur an Cheesecake
Cusco
Da sind wir wieder bevor es morgen auf die naechste Tour in Richtung Machu Picchu geht. So langsam verlieren wir den Ueberblick. Aber erstmal gibt es viel zu berichten.
Wir haben uns also vorgestern vormittag auf die Socken zum Rio Urubamba gemacht, um uns ins Abenteuer zu stuerzen. Nachdem wir im Basislager "Casa Cusi" angekommen waren, wurde die Ausruestung verteilt und jeder hatte Muehe sich in seinen Neoprenanzug zu quetschen. Die drei blauen Boote schaukelten schon verheissungsvoll im aufgewuehlten, braunen Wasser. Die Guías gaben nur kurze Einweisungen, "forward", "back-paddle", "left/right back", und so weiter (das Kommando bei dem sich alle auf eine Seite schmeissen, um die Steinkollision zu verhindern, hab ich vergessen, und zum Glueck auch nicht gebraucht...) - dann gings hinaus. Unser Abschnitt war Klasse 3, in der Rafter-Sprache heisst das soviel wie "halb so wild". Erst bei 5 wirds richtig lustig, hinterher sind Antje und ich uns einig, dass wir Klasse 4 auf jeden Fall noch probieren sollten. Uebrigens bin ich trotzdem der Erste im Wasser, eine ordentliche Stromschnelle und schon wars passiert. Der Guide macht alles gleichzeitig, alle Anderen beruhigen, das Boot weitersteuern, meine Sandale und schliesslich mich retten. Macht Lust auf mehr.
Um unsere Touricuscotour zu vervollstaendigen darf ein Ausritt zu den nahegelegenen Inkaruinen (hohe, fugen- und moertellose Mauern, nette Wasserspielchen) nicht fehlen. Dazu heuern wir Nanni als Verstaerkung an, die Pferdekennerin wohnt in unserem Hostel und wollte die Tour nicht allein machen, da nehmen wir sie gerne mit. Die Klepper sind zwar gesund aber nicht so richtig begeistert. Die tour haben sie schon im Blut, was fuer uns spannend und ein bisschen gefaehrlich ist, langweilt die guten Tierchen beinahe zu Tode. Immerhin gibs unterwegs gruenes Gras, Wasser und reichlich Pausen, wenn wir durch die Steinberge kraxeln.
Womit wir schon bei dem heutigen Sonntag angelangt waeren. Wir hatten frei, auch voneinander. Antje war auf einem Stadtbummel, waehrend es mich eher ins Gruene der umgebenden Taeler zog. Leider krieg ich immer Bammel, wenn die Einheimischen auf meinem Weg anfangen, mich vor dem Raeubern zu warnen, die just an dem Weg lauern, den ich mir wieder ausgesucht habe. So wurde der Spaziergang kurz und ich habe mir noch ein paar Gedanken ueber die Planung der naechsten Tage gemacht.
Also: wie geplant brechen wir morgen Richtung dem grossen M.P. auf. Nicht wie geplant fliegen wir zurueck nach Lima, so haben wir noch ein bisschen mehr Zeit. Eine Busfahrt dauert naemlich mindestens 32 Stunden, die auf drei Tage zu verteilen waeren, nein Danke! Flug kostet auch nur 50 Euro.
Wo wir schon gerade bei Planung sind: Unsere Rueckkehr. Lima verlassen wir dann am Montagabend (22.) um 9 Uhr Ortszeit, Ankunft in Duesseldorf etwa 24 Stunden spaeter. Fraglich bleibt, ob wir abends noch irgendwie nach Hause kommen, wahrscheinlich muessen wir dort schlafen und waeren dann Mittwoch Mittag in Oldenburg. Nur damit ihrs wisst.
Aber daran wollen wir eigentlich noch nicht denken..., schliesslich winkt unser Reisehoehepunkt erst noch.
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kevin (Nov 23, 2004 - 8:28 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Nabel der Welt
Cusco
Wer steht ploetzlich da, mitten in Punos Fussgaengerzone? Selbst Peru ist klein,- es sind Carola und Jasmin, die beiden Maedels aus Tuebingen, mit denen wir den Colca-Canyon bestritten haben! Das gibt ein grosses Pizza- und Pastawiedersehen. Leider waerte das Glueck nicht lange, die beiden sind jetzt schon Richtung La Paz unterwegs und wir sind gestern mit der Eisenbahn nach Cusco gestartet.
Von Puno nach Cusco sind es gut 300 Kilometer, die Bahn braucht zehn Stunden, wenn man sich die Gleise anschaut, weiss man warum. Dagegen machten die Wagen und der Bordservice inklusive Menue einen ausgesprochen guten Eindruck, allein die Sitze waren was fuer kleine, peruanische Hintern. Ueber die Hochebene schlich der Zug sehr beschaulich dem Pass auf 4300 Meter Hoehe entgegen, die Geschwindigkeit war aber wegen der grandiosen Andenlandschaft alles andere als ein Aergernis. Am Pass verpassten wir das Foto mit dem kleinen braunen Lama (oder Alpaka, wer weiss), seinen Sol bekam der noch kleinere, menschliche Hirte trotzdem.
Und hinab ging die Fahrt, etwas flotter, die Landschaft wurde sogar noch schoener, langsam naeherten wir uns dem Nabel der Welt. So nannten die Inkas ihre Hauptstadt Cusco. Sie gilt noch heute als eine der interessantesten Staedte Suedamerikas. Obwohl der Tourismus hier wie nirgends sonst in Peru zu Tage tritt, liegt noch eine gewisse Mystik ueber der bergumrahmten Metropole.
Ein Wort zu den Inkas. Ihr grosses Reich waehrte bis zur langsamen Zerstoerung durch den ehemaligen Schweinehirten Pizarro gerade hundert Jahre. In dieser Zeit allerdings sammelten die Inka unglaubliche Schaetze an und brachten erstaunliche Bauwerke zustande. Die schliesslich der Gier der Spanier zu Opfer fielen. Wer hinter den Inkas aber eine moderne Gesellschaftsordnung vermutet wird leider enttaeuscht, Inkas nannten sich nur adlige Angehoerige des oberen Fuehrungszirkels, neben oder besser: unter ihnen und den Priestern (die auch Menschen opferten) lebte das Volk ein einfaches, dienendes, uniformes Leben. Uebrigens waren die Inkas bei weitem nicht die einzige "Hochkultur" auf Perus Boden, nur eben die, die bei der "Entdeckung" des Landes herrschten.
Cusco empfaengt uns in der Daemmerung. Mit dem Taxi (50 Cent) zum Hostal "Respalosa", bietet Terasse mit erhabenen Blick ueber die Stadt. Und warmes Wasser. Mein Magen ist so gut wie wiederhergestellt, wir gehen gefuellte Kartoffeln und Paprikas essen. Vorspeise: Avocado und Yuca (Maniok-Art).
Heute sind wir auf unserer Stadterkundung, es gibt viel zu sehen, wenig zu schreiben. Und fuer morgen haben wir eine kleine Rafting-Tour auf dem Rio Urubamba gebucht. Die Strecke sind wir gestern mit dem Zug schon entlanggekommen, das wird bestimmt aufregend und schoen.
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kevin (Nov 23, 2004 - 8:27 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Männer, die stricken
Puno
Heute haben wir mal einen Erholungstag eingelegt, denn die letzten Tage waren sehr erlebnisreich. Kevin haengt in den Seilen, auf der Fahrt zu den Inseln im Titicacasee hat er sich den uebelsten Sonnenstich geholt und ist genau wie sein Mageninhalt im Eimer. Aber man kann schon kleine Zeichen der Besserung erkennen.
Den ersten Tag in Puno verbrachten wir damit, die Stadt zu erforschen, wir sind mal wieder ein bisschen geklettert (meine Lieblingsbeschaeftigung...) und haben den Blick von oben, frisches Obst kauend, sehr genossen. Eigentlich wollten wir noch ein bisschen hoeher hinaus, aber die mehrfache Warnung Einheimischer vor den dort lungernden Diebesbanden hat uns dann doch beeindruckt und uns ein bisschen weiter unten verweilen lassen. Das ist dann auch noch sehr spannend geworden, denn ploetzlich kam der rasende Reporter vom lokalen Fernsehsender wie aus dem Nichts angeschossen und hielt uns eine riesige Kamera ins Gesicht. Wir wurden ausgiebig zu unserer Meinung ueber Peru und Puno befragt. Auch aus Kevin wurden die gerade erst erlernten Spanischbrocken herausgequetscht.
Der naechste Morgen fuehrte uns zum kleinen Hafen. Von dort starteten wir unsere Bootsfahrt auf dem Titicacasee. Das erste Ziel waren die schwimmenden Schilfinseln der Uronachfahren. Hier wird die Kunst der Uros solche Inseln zu bauen, touristisch gemolken. Trotz allem war es sehr sehenswert. Anschliessend ging es weiter nach Taquile, der Insel der strickenden Maenner. Und sie stricken tatsaechlich. Sie weben sogar. Nach der Ankunft mussten wir uns registrieren und wurden einer Familie zugeteilt, bei der wir uebernachteten. Ein bisschen wie im Sozialismus, hab mich gleich heimisch gefuehlt...
Unter der Beobachtung neugieriger Kinderaugen bezogen wir unsere Lehmhuette mit Wellblechdach. Um die Ecke gab es ein kleines Skifahrerbaño, das meine Toleranz sehr herausforderte, um so mehr, als Kevins Magen mitten in der Nacht anfing herumzuspinnen.
Die Insel an sich ist sehr schoen und hat die richtige Groesse fuer einen Tag Zeit. Ein bisschen erinnert die Luft und das klare Wasser des Sees an Mittelmeer. Die Menschen sind fast alle traditionell gekleidet, besonders die Maenner, an deren lustigen Muetzen man unter anderem ihren Familienstand erkennen kann. Leider ist auch hier der Tourismus mit seinem Artesania-Verkauf sehr wichtig geworden, aber nachdem um 15 Uhr die letzen Tagesausfluegler verschwunden waren, wurde es deutlich entspannter. Nach einer kleinen Wanderung um die Insel warteten wir in unserem Zimmer (kein Strom, kein Wasser) auf das Abendessen, das wir leider getrennt von der Familie einnehmen mussten, da es keinen Raum gab, der uns alle aufnehmen konnte. Sehr nett und ein toller Gespraechspartner fuer Antje war der Grossvater Sebastian. Er wies sie in die Web- und Strickkunst der Maenner ein und konnte ausserdem auf einem aus einem Guerteltier gefertigten Zupfinstrument begeistern. Auch als es mir am naechsten Morgen dreckig ging, war er total suess, legte den Kopf in Trauermiene schief und brachte sofort einen Coca-Tee, hilft gegen alles! Leider war seine Frau, die in der Kraeutermedizin bewandert ist, nach Puno gefahren um Meerschweinchen auf dem Markt zu verkaufen (oder hat sie doch die Tochter an der Uni immatrikuliert?). Tradition und Moderne liegen in Peru dicht beieinander.
Jedenfalls war der gestrige Tag mit unserer Rueckfahrt echt uebel, Antje hat mit mir zusammen gefastet und mir war sehr nach schlafen. Jetzt ist mir auch wieder nach schlafen, morgen fahren wir mit dem Zug nach Cusco, also bis dann.
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kevin (Nov 23, 2004 - 8:26 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Am Pumafelsen
Puno
El Lago Titicaca. Das wir da mal hinkommen wuerden, wer haette das gedacht! Puno liegt an einer kleinen Bucht im riesigen blau-schimmernden See, der von Grasland umgeben ist. Das Land geht in einem Schilfguertel allmaehlich in den See ueber.
Der Bus aus Arequipa war panoramico, wir sassen im oberen Stockwerk ganz vorn, was Vor- und Nachteile hatte. Wir konnten buchstaeblich alles sehen, sowohl die herrliche Hochlandschaft (in der wir nun endlich angekommen sind)als auch die haarstraeubenden Busfahrermanoever. Der war echt crazy, besonders in den Orten, wo in schmalen Strassen lauter Fahrradtaxis, Fussgaenger und Marktstaende Hindernisse boten, ging er nie vom Gas. Mut zur Luecke...
Die Einfahrt nach Puno war unglaublich schoen und alles war vergessen, sogar das fotographieren. Man kommt ueber eine kleine Steigung den letzten Huegel hinauf und dann erstreckt sich die braune Lehmziegelstadt bis ans Ufer des geheimnisvollen Sees. Alle Strassen quellen vor Leben ueber (der Busfahrer hupt es auseinander), es ist warm und klar, wir sind 3800 Meter ueber dem Meeresspiegel.
Zum ersten Mal Fahrradtaxi, ein kleines Hostel (3,50 Euro pro Nacht und Nase) und ein riesiger, gigantischer Teller traditional food (leider war Meerschwein aus) (5 Euro fuer beide zusammen). Die Hoehe ist koerperlich kaum zu spueren, wir hoffen auch heute Nacht nicht.
Jetzt ist es halb sieben und wir haben gerade unseren kleinen Rundgang fast beendet, kleine Einkaeufe fuer spaeter: Wasser, Obst vom Markt, mit Kaese gefuellte Teigtaschen (25 Cent). Und wir freuen uns jetzt auf eine Dusche, seit sechs solls auch wieder warmes Wasser geben...
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kevin (Nov 23, 2004 - 8:21 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Höhenangst
Arequipa
Wir sind wieder da, wurden unterwegs nicht von den Kondoren gefressen. Unser Ausflug in den Canyon war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend und sehr sehr anstrengend. Es ging Montag frueh um eins in Arequipa los, wir fuhren sechs Stunden bis zu einem kleinen Ort namens Cabanaconde hoch in den Bergen. Die Fahrt ging ueber eine Schotterpiste und wir kamen entsprechend ausgeruht an. Im Bus wurden wir begleitet von Jasmin, Carola, vielen Einheimischen in traditioneller Kleidung, einem Alpakababy an der Leine und einer Kiste Kueken. Nach dem Fruehstueck starteten wir sogleich los, begleitet von Edison unserem einheimischen Fuehrer, ein Philosophie- und Jurastudent, der uns zudem auch noch in die Quechuasprache (der Inkas) eingewiesen hat.
Unser Weg fuehrte zunaechst in den Canyon hinab, 1200 schwindelerregende Meter. Unterwegs genossen wir den herrlichen Blick und ploetzlich tauchten auch die riesigen Kondore auf, die im Aufwind des Canyons kreisten. Unten erwartete uns der kleine forellenhaltige Rio Colca, der einige grosse Steine glattgewaschen hatte, auf denen wir rasteten. Nachdem auch unsere Fuesse wieder glattgewaschen waren, gab es Mittag (Maissuppe und Alpakasteak/gefuellte Avocado) in der kleinen Siedlung San Juan am anderen Ufer. Zu der Zeit waren wir wegen der zweiten durchwachten Nacht hintereinander schon einigermassen erschoepft und mussten ziemlich kaempfen, um die Oase in einer Flussbiegung zu erreichen, in der wir uebernachten sollten. Die kleinen Lodges waren "very simple", luftig und skorpionverdaechtig. Trotzdem tiefer, erschoepfter, traumloser Schlaf. Nur Antje fuehlt sich von Pumas verfolgt.
Doch der naechste Morgen wuerde die schwerste Pruefung bringen. Um 3 Uhr standen wir auf um die ganzen Hoehenmeter nach Cabanaconde wieder zu erklimmen, im Sonnenschein eine Unmoeglichkeit! Mit Taschenlampen bewaffnet ertasteten wir den unglaublich steilen Pfad, vier Stunden unmenschlicher Anstrengung, am Ende sind wir alle einer Ohnmacht nahe, die immer duenner werdende Luft tat ein Uebriges. Packesel, beladen mit Obst und Gemuese, das auf dem Markt verkauft werden soll, ueberholten uns beim Aufstieg. Auch sie wollten zum Sieben-Uhr-Bus und haben es im Gegensatz zu uns wohl auch geschafft.
Wir mussten oben erstmal ruhen und fruehstuecken, die Gruppe sah zum heulen aus! Aber gluecklich, diese Probe bestanden zu haben - nur an den Muskelkater durfte man noch nicht denken...
Antje und ich hatten beschlossen an diesem Tag noch nicht nach Arequipa zurueckzufahren, sondern noch eine Nacht in der Regionshauptstadt Chivay, die auch im Colca-"Tal" liegt (Hoehe: 3650m) zu verbringen. Ein schwerer Fehler, wie sich herausstellen sollte. Eigentlich gings uns noch ganz gut und die Nacht wollten wir ausschlafen, doch alles kam anders. Wir hatten die Hoehenkrankheit unterschaetzt, sie hielt uns wach. Mit hundert Kilo Gewicht setzte sie sich auf unsere Brustkoerbe und machte das Atmen zur Qual.
Jetzt in Arequipa (2500m) gehts wieder blendend. Wir haben das Touristenprogramm der Stadt abgeklappert, das beeindruckend vielfaeltig und schoen ist. Besonders der Besuch des Klosters Santa Catalina, ein Hort der Ruhe mitten in der quirligen Stadt, gefiel uns sehr. Auf dem Markt herrschte abenteuerliches, buntes Treiben, Perus Nationalgericht Ceviche (roher Fisch - unsere Maegen werdens danken) gibs frisch und billig.
Jetzt, beladen mit leckerem frischem, teils unbekanntem Obst, werden wir es uns im Patio des Hostals gemuetlich machen und uns auf die morgige Busfahrt (Juchu, endlich mal Busfahren!) vorbereiten, die uns nach Puno an den Titicacasee bringen soll. Liegt laeppische 3800 Meter hoch, wenns sonst nix is...
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kevin (Nov 23, 2004 - 8:20 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Tiefpunkte
Arequipa
Die sicherlich schrecklichste Busfahrt meines Lebens fuehrt uns heute nach Arequipa. Nicht nur, dass der Bus 3 1/2 Stunden zu spaet war und wir bis nach Mitternacht in Nasca an der Strasse standen, als er endlich kam war er auch noch voll, laut, heiss und luftleer. Ich (Kevin) habe mit in den Gang zwischen den Sitzen gelegt, neben das stinkende Chemieklo. An Schlaf war natuerlich kaum zu denken, zumal die Fahrer das Rotz und Wasser heulende Gefaehrt in einem Affenzahn durch die Serpertinen pruegelten. Die 600 Kilometer nach Arequipa, der zweitgroessten Stadt Perus, dauerten ueber 9 Stunden, inklusive einer unfreiwilligen Pause an einer wegen des doch noch nicht ganz beendeten Streiks blockierten Kreuzung, waehrend der unser Bus mit den Schriftzuegen "Streikbrecher" und "Judas" verschoenert wurde. Immerhin ging das sehr friedlich vonstatten, unter Beobachtung zweier Polizisten.
Unterwegs machten wir eine weitere Reisebekanntschaft, Samy aus Frankreich, der unser Strapazen teilt. Auch die Maedels aus Pisco sind wie erwartet im Hostal schon gestern angekommen, wir machen zusammen den Ausflug in den Canyon. Richtig nette Leute und ein einziges Klauderwelsch...
Arequipa liegt am Fusse eines Vulkans (der ca. 5800m (!) hoch ist) auf ueber 2300 Meter Hoehe und ist eine ueberaus reizvolle Stadt. Leider koennen wir sie heute wegen der anstrengenden Busfahrt nicht richtig geniessen, kommen aber nach dem Ausflug zum Canyon nochmal her. Der Ausflug beginnt heute Nacht um 1 Uhr, zu sechst mit Fuehrer wollen wir 2-3 Tage unterwegs sein. Bis dahin werden wir uns nicht melden, dort oben ists einsam. Aber keine Sorge ausser der Hoehenkrankheit (der Pass von heute Nacht liegt auf 4800m) kann wohl nicht viel passieren, dafuer gibt es Kondore und Riesenkolibris zu sehen.
Also, bis dann. Und uebrigens vielen Dank fuer eure Kommentare, macht damit ruhig weiter, wir freuen uns!
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kevin (Nov 23, 2004 - 8:19 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Ufolandeplätze
Nasca
Immernoch Nasca, unser Bus nach Arequipa geht erst heute abend um 9 Uhr, sodass wir dann morgen frueh die 600 Kilometer hinter uns haben. Wir verbringen den Nachmittag am Pool und vor dem Computer, um euch noch mit ein paar Fotos zu begluecken (Unmoegliches wird sofort erledigt...). Das ist ganz nette Erholung nach dem aufregenden und magenbelastenden Morgenprogramm. Auf dem standen naehmlich die Nasca-Lines, die Scharrbilder oder auch Geoglyphen genannt. Die haben wir naehmlich von einer 5-sitzigen Cessna aus betrachtet, was den besten Blick bot, aber auch das Ruehrei in Wallung versetzte. Die Bilder sind bis zu einigen Hundert Metern gross und zeigen Spinne, Baum, Affe, Astronaut und vieles mehr. Sie sind um 500 n. Chr. entstanden und dienten wohl religoesen, wasserbeschwoerenden Zwecken. Der Start mit dem kleinen Flugzeug war zunaechst noch spannend und die erste Haelfte der 30-minuetigen Rundtour relaxed, danach meldete sich jedoch langsam das Fruehstueck...
Wie ist es eigentlich um unsere Sicherheit bestellt? Vonwegen der ganzen Horrorgeschichten und Trickdiebstahlberichten aus dem Reisefuehrer? Also, ohne dass wir unsere gesunde Vorsicht fahren lassen, haben wir das Gefuehl, relativ entspannt reisen zu koennen. Bis jetzt gab es wenige brenzlige Situationen (Ein- und Ausstiege am Bus und so), die alle problemlos vorueber gingen. Antjes Spanisch ist diesbezueglich natuerlich Gold wert und wahrscheinlich unser Schluessel zum Erfolg. Viele Peruaner erscheinen zwar arm, aber selten verzweifelt. Sie schlagen sich mit allen moeglichen Beschaeftigungen durchs Leben. Zum Beispiel einer, der im Bus umsonst mitfaehrt, wenn er ihn hinterher ausfegt und waehrend der Fahrt dann mit Musik ein paar Soles verdient...
Jetzt haben wir aber Hunger, bis bald.
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kevin (Nov 23, 2004 - 5:59 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Seelöwen in der Wüste
Nasca
Leider hat der Computer gerade unseren neuen Eintrag gefressen, der war wirklich schoen und ganz lang. Deswegen jetzt nur kurz und naechstes Mal laenger.
Uns gehts gut. Haben Seeloewen, Pelikane, Pinguine und Delphine im Meer bei Pisco gesehen. Fuehlen uns pudelwohl mit den netten Peruanern. Haben Reisebekanntschaften gemacht. Fahren weiter durch die Wueste nach Sueden, Landschaft beeindruckend, Oasen und Staub. Busstreik vorbei, puhhh. Sind in Nasca, morgen gibs Rundflug ueber Scharrbilder. Dann nach Arequipa mit dem Nachtbus. Melden uns.
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kevin (Nov 23, 2004 - 5:57 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Müde und vollgefressen
San Bartolo
Nicht das ihr denkt, uns sei langweilig - nur die Moeglichkeit zu schreiben ist so oft vorhanden, Internetcafes gibs mehr als Wellen im Pazifik..., welcher hier in dem Badeort schon etwas netter ist, vorhin waren wir sogar schon darin baden (geile hohe Wellen).
Ein landesweiter Busstreik hat unsere Planung leider etwas erschwert, und sollte der "Huelga" morgen nicht vorbei sein - was wohl recht wahrscheinlich ist - wird er sie auch durcheinander bringen, aber wir sind hoffnungsvoll. Jemand den letzten Satz verstanden? Der Satz ist etwas chaotisch, da wir nach unserm Fischessen eben kein Blut mehr im Hirn haben, dafuer "Cusqueña", Bier aus Cusco. Reichlich.
Unsere Fahrt hierher fuehrte uns auch durch die Slums der 10-Millionen-Stadt Lima, die zogen sich entlang der Panamericana und waren echt runtergekommen. Trotzdem sind die allermeisten Menschen sehr freundlich und froehlich, wir haben unsere ersten zwei Tage auch schonmal ohne brenzlige Situationen oder Diebstaehle ueberstanden, das erzeugt Optimismus und langsam koennen wir uns auch mehr oeffnen...
Ab ins Bett und den Scheisssonnenbrand kurieren, wir Idioten!!!
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kevin (Nov 23, 2004 - 5:56 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Warm
Lima
Angekommen! Lima ist warm, laut und chaotisch - aber geil. Madrid war dagegen richtig langweilig, aber da haben wir ja fast nur den Flughafen gesehen. Der Flug war ewig lang. Nun denn, wir haben ihn ueberstanden, zum Schluss war die Aussicht sogar noch recht spannend. Nur die stinkenden Toiletten hinter unserem Ruecken haben genervt. Der Iberia-Service ist ansonsten aber sehr zu empfehlen.
Die weise Voraussicht, schon 2 Naechte vorgebucht zu haben, ist 3 Kreuze wert! So wurden wir nach stundenlanger Passkontrolle und Zollformalitaeten sogleich abgeholt und mussten uns nicht durch den Mob kaempfen, naja nur ein bisschen. Amalfi, unser Chauffeur, hat uns gleich ins naechtliche Lima eingewiesen und auf den Pisco Sour (Perus Nationalgetraenk) als unumgaenglich aufmerksam gemacht. Das Hostal ist sehr angenehm - danke fuer den Tip, Arne - und wir sind jetzt ordentlich ausgeschlafen.
Der neue Tag ist neu und warm, der Pazifik zuerst recht haesslich, mausert sich aber Richtung Miraflores zum Surferparadies (aeh, naja). Sonnencreme haben wir vergessen. Schon schoen braun gebacken sind wir nun auf dem Weg ins Centro, wo wir unseren Bus nach Sueden fuer morgen ausfindig machen wollen. In San Bartolo ist dann erstmal ein bisschen Strand angesagt, bevor wir uns in/auf die Berge stuerzen.
Aus dem besten T-Shirt-Wetter mit ebensolchen Gruessen und bis bald...
Verknüpfte Einträge im Reiseführer: Lima - Mami Panchita - Miraflores - San Bartolo
kevin (Nov 23, 2004 - 5:54 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Abflug
Oldenburg
Testamente geschrieben, Dollars getauscht, Lasagne verdaut, Impfungen überlebt, Taschen gepackt, Handys vergessen, Flüge bestätigt, Reiseführer gelesen, Blumen gegossen, Ausrüstung geliehen, Spinnen gefürchtet, Schlangen auch, Geldgürtel gefüllt, Pässe kopiert, Tickets konserviert, Freunde verabschiedet, Drogen versteckt, Eile verlegt, Hektik beseitigt.
Peru, wir kommen! Zum Frühstück gibs Meerschweinchen - auf Toast.
kevin (Nov 23, 2004 - 5:52 PM / vor 3 Jahr(en) 5 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)
Bilder
Machu Picchu (Nov 23, 2004 - 8:37 PM)
Sonne in den Bergen bei MP (Nov 23, 2004 - 8:37 PM)
Titicacasee (Nov 23, 2004 - 8:36 PM)
Taquile im Titicacasee (Nov 23, 2004 - 8:36 PM)
Im Kloster Santa Catalina, Arequippa (Nov 23, 2004 - 8:25 PM)
Blick in den Colca-Canyon (Nov 23, 2004 - 8:25 PM)
Seelöwe im Pazifik (Nov 23, 2004 - 8:24 PM)
Puno am Titicacasee (Nov 23, 2004 - 8:23 PM)
Straßenszene in Puno (Nov 23, 2004 - 8:23 PM)
San Bartolo (Nov 23, 2004 - 6:00 PM)
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Kommentare
Viel Spass mit unserem Tagebuch. Die Daten hier stimmen nicht, die Reise fand schon im Februar/März 2004 statt.
kevin (Nov 23, 2004 - 5:28 PM)
Dieser Kommentar ist nur ein Test. Funktioniert aber schön!
kevin (Nov 23, 2004 - 5:27 PM)