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Kommentare

Dakalaka, Mohammed Allah Dschihad?

Bin Shop (Mar 18, 2007 - 7:02 PM)


Hi Oli, die Surferdichte ist hier nicht so hoch wie gedacht. Die einzige Szene, in der viele Surfer auf eine Welle zupaddeln war hier in Sydney, Manly Beach. Da habe ich die Insiderspots wohl verpasst. ;)

fabian (Mar 14, 2007 - 12:53 AM)


fabian, du bist im Wellenparadies no1. Hast du dir auch schon ein Surfboard ausgeliehen? Wenn du ein paar Spot-Tipps brauchst frag mich :-)

oli (Mar 11, 2007 - 10:27 PM)


Gabs nicht letztens Ärger mit dem Asien Kabel? Das wird noch nicht korrigiert sein fürchte ich ,-)

MUslar (Mar 7, 2007 - 7:57 PM)


Kleines Update zur Britich Defender: http://www.soxsail.com.au/?Nav=FL&vessel_id=4&PageID=62&wp=62
Sehr schoen.
Zu den Bildernachfragen: Bei der Internetleitung nach D scheint es sich um ein 56k-Modem zu handeln, mit dem ganz Australien angebunden zu sein scheint, Bilder wird es also erst geben, wenn ich wieder zurueck bin. Bis dann!

fabian (Mar 7, 2007 - 1:17 AM)


Muhuahhhaaaa....

MUslar (Mar 5, 2007 - 12:56 PM)


also...zu dem Längenmassen...Australien gehört zwar dem Commonwealth an und das Staatsoberhaupt ist die Queen aber es wird trotzdem in Kilometern gerechnet *gg*
Ich beneide Euch und würde auch zu gerne dahin zurück...
Viele Grüsse aus dem verschneiten Nova Scotia,Kanada
und weiterhin viele supertolle Eindrücke!!!

mirco (Mar 3, 2007 - 6:21 PM)


Hallo Fabian, ach hoert sich das alles spannend an bei dir. Das die Australier es mit der Sicherheit noch genauer nehmen als die Amis haett ich ja auch nicht gedacht. Lass dir vom Bierverbot nicht die Launne verderben, weiterhin noch eine schoene Zeit. Ich bin schon gespannt auf Fotos, viele Gruesse

Claudia (Mar 3, 2007 - 12:08 AM)


Einfach den kleinen Flachmann in das Handtäschen stecken! Mit einem Schluck ist die Sache erledigt...

Hanni (Feb 28, 2007 - 7:50 PM)


Dann musst Du wohl aufs Bierchen verzichten. Gibt doch auch keinen Grund... ;-)

Jan Stefan (Feb 27, 2007 - 2:34 PM)


hallo, du Weltenbummler :-)
Mit großem Interesse verfolge ich Deine Reise! Ich wünsche Dir, trotz kleinerer Pannen, einen fantastischen Aufenthalt!

heike (Feb 26, 2007 - 10:13 AM)


Lynchburg Tensessee ist dry town? Kommt da nicht irgendein berühmtes Gesöff her (JD?)? Man glaubts ja kaum...

MUslar (Feb 26, 2007 - 9:44 AM)


...gar nicht so einfach, in der Fremde was zu trinken. Erinnere mich noch schmerzlich an eine 6 stündige Fahrt nach Lynchburg in Tennessee nur um festzustellen, das es sich dort um ein 'dry county' handelt... nunja, dennoch weiterhin viel spass down under

Matthias (Feb 26, 2007 - 9:34 AM)


Schönen Gruss vom Nordkapp.
Um genau zu sein aus Alta, ca. 240km südlich des Kaps auf dem Festland. Heute bzw. gleich gehts weiter nach Honigsväg, die letzte grössere Siedlung vor dem Kap (~30km) und danach zum Kap selbst.
Dann mal Prost!

sqeezer (Feb 26, 2007 - 6:30 AM)


Toyota HILUX wäre unkaputtbar. BTW - der PRINS ist tot, Mail folgt ,-)

MUslar (Feb 23, 2007 - 2:43 PM)


"So die 260.000 km auf dem Tacho ..." - haben die da nicht das Imperiale System? Also 1/4 Mil. Meilen?

Holzauge sei wachsam bei Gebrauchtwagenkauf, aber nach Tiblisi mach ich mir da wenig sorgen ...

Sqeezer (Feb 23, 2007 - 1:46 PM)


Es klingt nach Abenteuer pur und nach vielen, neuen Eindrücken! Schön, dass du, begleitet durch buntes Treiben, gut angekommen bist!
Das Gleiche gilt für mich: Nach gefährlichem, eigenständigem Transfer quer durch Paris innerhalb kürzester Zeit, incl. eines 30kg schweren Koffers, habe ich auch mein Ziel erreicht und bin in einer BUDE abgekommen, die nicht so ganz meinem sonstigen Standart entspricht! Gott sei Dank habe ich an das Putzmittel gedacht :-) Nach einem netten Empfang vor Ort geht dann ab Montag meine Schule los und ich darf mich dann auch bald an meine Bachelor-Arbeit machen...
In diesem Sinne weiterhin viel Erfolg da unten!:-)

Hanni (Feb 23, 2007 - 12:22 PM)


Jau, alles klar, nur etwas wackelig auf den Beinen. Naja, den Eintraegen nach zu urteilen ist es ja auch gerade 5:30 Uhr ...

fabian (Feb 23, 2007 - 5:51 AM)


Ich hoffe Du bist gut angekommen?

Sqeezer (Feb 21, 2007 - 5:56 PM)


Sehr schön, dann teilt euch mal den Punkt, ihr beiden. Zusammen in der Kombination, dass dort ein ferner Ort beschrieben und bereist wird (und untergeht!), wäre es die 1+ gewesen.
Morgen geht es los, der nächste Kommentar also von "der anderen Seite"!

fabian (Feb 19, 2007 - 6:21 PM)


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Gesichtsbehaarung

Im Verlauf der Reise ist mir ein Bart gewachsen, wie er zur aktuellen, durch die Religion beeinflusste Mode des nahen Ostens gehört (siehe z.B. Herr Ahmadinedschad), und er verfehlt seine Wirkung nicht: Durch die zahlreichen Sicherheitskontrollen trainiert kann ich sehr genau die Gegenstände aus meiner Kleidung entfernen, die zum Anschlagen der Metalldetektoren führen, so dass ich an sich ungehindert durch die Kontrollen gehen könnte. Auf einmal jedoch scheinen sich die Sicherheitsleute für mich zu interessieren: In Dubai, wo eigentlich nur ein Umstieg und gar keine Einreise nötig ist, muss ich den freundlichen Herren in einem persönlichen Gespräch erläutern, dass mein mitgeführter Kugelschreiber ungefährlich ist (Ich erwähne bewusst nicht, dass durch eine Penetration der Halsschlagader durchaus tötliche Verletzungen beizubringen sind.) und auch der deutsche Zoll wollte es noch einmal genauer wissen, als mein zügiger Schritt durch den nichts-zu-verzollen Ausgang jäh von einem Beamten unterbrochen wird.
Wenn ich mir jetzt noch ein Geschirrhandtuch um den Kopf binde, prophezeie ich, dass ich, auf dem Fahrrad unterwegs, zu einer allgemeinen Verkehrkontrolle genötigt werde, bei der das Vater Unser abgefragt wird.


fabian    (Mar 18, 2007 - 4:01 PM / vor 1 Jahr(en) 1 Monat(en) geschrieben)

Kulturland

Die Tempeldichte in Thailand (40000) und Bangkok (400) ist schon beachtlich, so dass zum Alltagsgeschehen von Bankok die auffällig in orange gekleideten bhudistischen Mönche (übrigens eine Art der Konfirmation, die drei Monate dauert) dazugehören. Der Bhudist an sich (der erste, Budda selbst, hat vor über 2500 Jahren gelebt) scheint sehr harmonisch mit seiner Umwelt umzugehen: So finden sich in den Tempeln hinduistische Götter, Symbole aus der chinesischen Mythologie und europäische Baustile wieder. Gemeinsamkeiten all der Tempel wie das Kreuz in der Kirche sind: Die Vorsilbe Wat, Buddastatuen, gerne groß oder sehr groß, viel Gold und Gebäude, die aus sehr, sehr vielen kleinen Steinchen zusammengesetzt worden sind.
Übrigens: Wenn in einem bhudistischem Tempel eine Glocke ertönt, ist es nicht Zeit für den Gottesdienst, sondern eine Aufmerksammachung des Himmels, dass man gerade eine Spende getätigt hat und das doch bitte beim Ableben beachtet werden solle.


fabian    (Mar 18, 2007 - 3:47 PM / vor 1 Jahr(en) 1 Monat(en) geschrieben)

Konsumland

Sobald man die lange Nase aus dem Hotel hinaushaelt, geht es los: Zunaechst werden einem Taxifahrten angeboten, dann sind es Tuktukfahrten (die gasbetriebenen Dreiraeder), auf die man komplett angewiesen ist, weil es unmoeglich ist, sich in einer Stadt zurechtzufinden, in der nur bestenfalls jedes fuenfte Straszenschild auch in einer Schrift gekennzeichnet ist, die man lesen kann.
Sobald man also von dem hohen Ross, sich selbst zurechtzufinden, heruntergekommen ist, nimmt man ein solches Angebot an, wobei der erste Preis noch von einem einheimischen ausgehandelt wurde (Hey, du hast lustige Haare!) und 20 Baht betrug. Der Touristenpreis fuer dieselbe Strecke zurueck war dann nicht mehr fuer unter 100 Baht (uebrigens etwa 2,10 Euro) zu bekommen, die groszen Augen machen da den Unterschied.
Die Angebote gehen weiter mit einem Anzug (Ich bin mal gespannt, ob der tatsaechlich geliefert wird :) ) und diversen fritierten Dingen, von denen nicht mehr feststellbar ist, ob das Ursprungsmaterial mal geatmet oder eher Photosynthese betrieben hat. Weitere Tuktukfahrten, Flussfahrten, etc.
Ueber diese Angebote hinaus gehen jedoch die vielen Verlockungen, denen widerstanden wird: Handtaschen, Schmuck, Spielzeug, Kissen, Anstecker, Aufkleber, Tassen, Gummidichtungen (?!), geraeuschemachende Dinge, Musik, Musikinstrumente, Schuhe, Frauen (immerhin volljaehrig), fuer alles scheint es einen Laden zu geben, der bis in den letzten Qubikzentimeter vollgestopft mit einer Wahrenart zu sein scheint und dazu einen Haufen Verkaufende, die den noch verbliebenden Platz fuellen (auch gerne mal schlafend, immerhin gibt es hier nicht so recht Ladenoeffnungszeiten). Auch jeder Platz im oefentlichen Raum (Fuszweg) wird zum Verkauf irgendwelcher Dinge oder Dienstleistungen benutzt, oder um auf Dinge oder Dienstleitungen aufmerksam zu machen.
Unmoeglich ist es, dem ganzen zu entgehen, da der restliche Raum durch Straszen eingenommen wird, auf denen, nachdem Australien durch das Linksfahrgebot aufgefallen ist, hier eine dritte Variante praesentiert wird: Gar keine Regeln. Man faehrt, wo immer sich ein wenig Platz auftut, und da die meisten Fahrzeuge klein sind (Motorraeder, Tuktuks, kleine asiatische Modelle), wuselt, stinkt, knattert und hupt alles munter vor sich her.
Welch eine Oase der Ruhe, Kuehle, niedriger Luftfeuchtigkeit und Geraeuschfreiheit doch so ein Internetcafe ist.


fabian    (Mar 15, 2007 - 11:41 AM / vor 1 Jahr(en) 1 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)

Feueralarm

Die Australier, Kummer gewohnt, was Braende angeht, haben das wohl dichteste Netz von Rauchmeldern und Sprinkleranlagen, das ich bisher erleben durfte. Eines Aendert das mit Sicherheit jedoch nicht, wie heute morgen beim Fruehstueck erlebt: die Apathie gegenueber Feueralarmen. Immerhin ist die Feuerwehr davon nicht betroffen, so klingelt nach 30 Sekunden das Telefon an der Rezeption, der Alarm wird bestaetigt, und wenige Minuten spaeter kommen auch schon die Feuerbekaempfer und lassen den Alarm erstillen. Dankbar nicken die Hostelbewohner denjenigen zu, die den Laerm abschalten konnten, alles machen weiter, geruehrt hat sich ohnehin niemand. Irgendwo duerften 500 Dollar fuer das Ausloesen eines Feueralarms faellig sein.
Solch ein Tag wird mit einer Fahrt zum internationalen Flughafen enden, es geht auf nach Bangkok, mehr davon zu gegebener Zeit. :)


fabian    (Mar 14, 2007 - 12:58 AM / vor 1 Jahr(en) 1 Monat(en) 4 Tag(en) geschrieben)

Sydney an einem Tag

Dem Durchschnittseuropaeer faellt sofort nach dem Verlassen des Flugzeugs auf, dass das tropische Klima in Sydney nicht mehr vorherrschend ist - wie angenehm. Unter solchen Umstaenden koennen gleich grosze Taten angegangen werden: An einem Tag werden Hyde Par, Harbour Bridge, Opera House und Darling Habour besichtigt, ein wenig Zeitdruck im Nacken macht es moeglich. Morgen gibt es dann noch die ausfuehrliche Hafenrundfahrt und dann wird auch schon Bangkok angegangen werden.
Zwischenfazit: Vom urbanen Gefuehl her sicherlich das Highlight dieser Reise (Banken, Versicherungen und Vertretungen internationaler Unternehmungen lassen einen ortlosen Flair aufkommen, dies koennte ausschnitthaft so auch in Frankfurt, London oder New York so vorkommen), aber genug Natur hatte es auf dieser Reise schlieszlich auch schon. :)


fabian    (Mar 12, 2007 - 8:24 AM / vor 1 Jahr(en) 2 Monat(en) 6 Tag(en) geschrieben)

Investigativer Journalismus

Im Urlaub, fernab von den einem nahestehenden Printmedien und den Nachrichten aus dem Internet fuehlt man sich immer ein bisschen wie auf dem Mond, was die eigene Aktualitaet am Weltgeschehen angeht. Gluecklicherweise ist es so nicht hier in Australien, hier gibt es zuhauf Zeitschriften (in den Regalen und in den Aufenthaltsraeumen der Hostels/der Agenturen), die die wesentlichen Informationen buendeln und praegnant dem Leser mitzuteilen wissen. Ihre Titel sind so vielversprechend wie sie fuer die Inhalte stehen: Women's Weekly, New Week (NW) etc.
Bestens bin ich dadurch ueber die Tragoedie informiert, die sich um Britney Spears abspielt, vom Glatzenschneiden ueber Peruecken bis zu abgebrochenen Rehabilitationsversuchen. Auch bin ich bewegt von dem Abstand, den Angelina Jolie von ihrem Lebensabschnittspartner Brat Pitt sucht. Vielleicht doch zu viele Adoptivkinder?
Im Ernst: Selbst in gut sortierten Zeitschriftenregalen finden sich ausschlieszlich die Boulevardpresseblaetter, noch bin ich nicht dahinter gekommen, wo sich der (ueber-)durchschnittliche Australier seine Informationen ueber das Geschehen auszerhalb der eigenen vier Waende erwirbt.


fabian    (Mar 11, 2007 - 7:22 AM / vor 1 Jahr(en) 2 Monat(en) 7 Tag(en) geschrieben)

Dachbau zu Apple

Die hohe iPoddichte in Australien laesst die Verkaufszahlen des letzten Jahres realistisch erscheinen, die Apple fuer sein Produkt angibt, und das Fehlen aller anderen tragbaren Musikabspielgeraete daran zweifeln, dass es Konkurrenzprodukte gibt. Jeder Backpacker scheint wenigstens eines der Modelle zu besizten, die Australier stehen diesem Trend nicht wesentlich nach.
Der Trend geht dabei zur Zweitbeschallung: Selbst wenn oeffentlich Musik in ausreichender Lautstaerke gespielt wird, finden sich in vielen Gehoergaengen die praegnanten weiszen Stecker wieder, so dass nur der Schluss bleibt, dass sich der Musikgenuss beim Tragenden durch dir Vermischung potenzieren muss.
Jeder hat doch die populear(-semi-)wissenschaftlichen Vergleiche der Machart wenn-DingA-ein-so-grosz-wie-ein-Tischtennisball-waere-dann-waere-DingB-so-grosz-wie-die-Sonne gern, daher dazu mein Beitrag: Baute man aus allen iPods, die in Australien herumgetragen werden ein Dach, so waere das Problem mit dem Ozonloch geloest.


fabian    (Mar 11, 2007 - 2:36 AM / vor 1 Jahr(en) 2 Monat(en) 7 Tag(en) geschrieben)

Administrative Anmerkung II

So, etwas verklausuliert in den letzten Eintraegen bereits angedeutet, sind Fraser Island (Rainbow Beach), Airlie Beach (Segeln Whitsunday Islands) und Cairns (Great Barrier Reef Tour, Regenwald) abgehakt, morgen Nacht geht es per Inlandsflug weiter nach Sydney, der letzten Station der Reise in Australien. Nach Brisbane ist das die zweite ernsthafte Groszstadt, die dankbarerweise wieder in einer gemaeszigteren Klimazone liegt und man den guten alten Freund Schweisz hoffentlich wieder seltener zu Besuch hat (momentan sind es gefuehlte 40 Grad Celsius bei 80% Luftfeutigkeit). Demnaechst also mehr von Bungeejumping von der Harbourbridge oder Spiegeleibraten auf dem Operahouse.


fabian    (Mar 10, 2007 - 6:38 AM / vor 1 Jahr(en) 2 Monat(en) 8 Tag(en) geschrieben)

Narrative Busfahrer

Den Busfahrer an sich habe ich bisher fuer eine eher mundfalule Sorte Mensch gehalten. Das nicht-mit-dem-Fahrer-sprechen schien ungerichtet zu sein. In Australien ist es definitiv anders.
Hier verstehen es die Busfahrer, ihr gesamtes Wissen ueber die durchfahrende Region in Anekdoten preiszugeben, ihren Wortsschatz durch die Aufzaehlung aller Synonyme von Toilette unter Beweis zu stellen und eigene Dialekte durch bewusste Fehlbetonung der immerselben Worte zu kreieren. So vergeht eine 40 minuetuge Fahrt in den Cairns nahegelegenen Regenwald schon einmal mit einer 20 minuetigen Beschallung. Das Touristenzentrum wurde nicht mehr bemueht.


fabian    (Mar 9, 2007 - 6:13 AM / vor 1 Jahr(en) 2 Monat(en) 9 Tag(en) geschrieben)

Stingersuite

Warum sagen einem alle eigentlich, dass Australien eine gefaehrliche Fauna habe? Es gibt doch die kleidsamen Stingersuites, die einen bestenfalls vom Hals bis zu den Fueszen reichen und in mehrere Millimeter dickes Neopren huellen und diese gewisse Sexiness ausstrahlen. Mit denen kann man sich geschuetzt wie mit einer Ritterruestung ins Meer stuerzen ohne den unangenehmen Nebeneffekt wie ein Stein zu versinken. Allerdings boete die Ritterruestung vermutlich einen besseren Schutz vor den Stroemungen, denen immer wieder Touristen erliegen ...
In einem gewissen weniger guten Sinne sind diese Anzuege nur viertellang, wodurch man deutlich mehr Angriffsflaeche liefert, und zwar nicht den fiesen, 15 Meter langen Fangarmen irgendwelcher Riesenquellen, sondern den nur ein bis vier Zentimeter groszen Stingers. Und das geht so. Sobald man den Blick mal vom Riff loest und die Augen auf kuerzere Distanz fokussiert, stellt man von Zeit zu Zeit erschrocken fest, dass dass sich eben ein solches Tierchen vor einem befindet. Da sich diese Tierchen scheinbar gegenseitig sehr lieb haben, treten sie gleich in Schwaermen auf und einem ist durch einen Adrenalinstosz unmittelbar klar, dass es gleich weh tun wird - der Schmerz folgt auf dem Fusze. An jeder Stelle des Koerpers, der nicht bedeckt war, stellt man dann auf dem Boot Hautroetungen zusaetlich zu dem stechenden Schmerz fest - aber bitte keine Miene verziehen, einem coolen Australienreisenden sollte man solch eine Kleinigkeit doch nicht anmerken.
Nichtsdestotrotz: Das Great Barrier Reef ist schon eine faszienerendes Gebiet fuer kuriose Tiere und Pflanzen und jede kleine Unannehmlichkeit wehrt, um das ganze naeher in Augenschein zu nehmen.


fabian    (Mar 9, 2007 - 6:03 AM / vor 1 Jahr(en) 2 Monat(en) 9 Tag(en) geschrieben)

Die Hostelsituation

Hostels in anderen Erdteilen aehneln guenstigen bis sehr guenstigen Hotels. Von dieser Vorstellung sollte man Abstand nehmen, wenn man nach Australien kommt und ein Hostel zur Uebernachtung aufsucht. Hier aehneln sie einem Zwitterwesen aus Jugendherberge und Ballermann dessen Bedarf ich nicht fuer moeglich gehalten haette, und das geht so:
Von der Einrichtung her sind grob vier Personen in einem Zimmer untergebracht (Negativbeispiel fuer eine Nacht: neun). Jedoch hat die weitere Unterkunft nichts mit der christlichen, in sich gekehrten Stimmung zu tun, wie man es von den Unterbringungen von Jugendfreizeiten her kennt. Am Abend gibt es stattdessen lustiges Karaoke und sich-zum-Horst-machen Spielchen vor groelendem Publikum dessen Ziel es ist, einen guenstigen Pitcher Bieres zu erhaschen.
Jedoch bitte nicht zu viel Frivoles, damit die jugendlichen Koerper nicht allzusehr ausgemergelt werden und die Eltern die Kleinen auch ruhigen Gewissen losschicken koennen, sitzen alle frueh morgens und abends beim gemeinsamen Mahl und danach waescht auch jeder artig seinen Teller ab, sonst gibt es es Aerger mit dem Hostelpersonal, das sich meistens aus aelteren Backpackern rekrutiert, die irgendwie ueber ihre finanzielle Situation gestoplert sind.


fabian    (Mar 7, 2007 - 1:02 AM / vor 1 Jahr(en) 2 Monat(en) 11 Tag(en) geschrieben)

Der Klimawandel global betrachtet

Die letzten Meldungen der klimawissenschaftler klingen fatal, in Europa wird histerisch reagiert: Das franzoesische Staatsoberhaupt spricht von einer benoetigten Revolution in der Klimapolitik, deutsche Bundestagsabgeordnete brechen das ungeschriebene Gesetz, nur deutsche Unternehmungen zu unterstuetzen und kaufen fernoestliche Hybridmodelle und der gute Herr Toepfer kommt zu spaeten Ehren, indem endlich der CO2-Zertifikatehandel anlaeuft.
Wie verhaelt es sich denn auf einem Kontinent, in dem der Klimawandel schon so richtig kritisch ist, in dem es eine Duerreperiode gibt, die die Menschen zum Wassersparen zwingt, Felder verdoerren, Wirbelstuerme Plantagen vernichten, das Ozonloch die UV-Strahlung erbarmungslos auf die strapazierte Haut der Einheimischen loslaesst? Das Motto der Stunde lautet hier: Slip, slop, slap. Slip sunscreen on your face, slop a hat on, and slap with your flipflops. Tja, Leute, so entspannt kann Klimawandel sein, und bitte die lieben Kleinen jeden Tag mit dem SUV zur Schule fahren.


fabian    (Mar 7, 2007 - 12:55 AM / vor 1 Jahr(en) 2 Monat(en) 11 Tag(en) geschrieben)

Vorsicht: Tourismusfalle

Wie definiert man eigentlich Segeltour? Als einigermaszen begeisterter Segler, der auch schon eine kleine Anzahl von Regatten hinter sich hat, bedeutet das vor allem, zu segeln. Aber da gibt es wohl einen Zielkonflikt mit der Definition eines Standard-Airliebeach-Touristen. Derennach ist die Definition naemlich folgendermaszen: Das Segelboot dient als vor allem als Vehikel, um von einem Schnorchelgebiet (Korlallenriffe) zum naechsten Traumstrand zu gelangen. Auch nicht schlecht, aber nicht erwartungskonform.
Die "British Defender" war ein ernsthaft schnelles Schiff, Baujahr 1989 (vielleicht ergooglet man da etwas in Kombination mit Southern Cross, Airlie Beach, dem Verein, zu dem es gehoert, hat sogar mal eine Worldrace gewonnen), bevor es dann Anfang dieses Jahrtausends zu einem Touristenschiff umgebaut wurde und der Komfort natuerlich auf das Gewicht des Schiffes geht (Immerhin 24 Gaeste koennen aufgenommen werden!). Das Segeln ist noch immer ein wahnsinniges Vergnuegen, die Kraengung spuelt Wasser auf die gegenueberliegende Seite des Decks und die Beine der Besatzung baumeln Sailing-Channel-like ueber die erhobene Seite. So haette es eigentlich die drei Tage und zwei Naechte komplett durch die Whitsundays, den 74 Inseln des Great Barrier Reefs, gehen koennen und man haette ein Dauerlaecheln bei mir beobachtet.
Tragische Wendung: Nach 45 Minuten segeln setzt jaeh Dancefloorbeschallung ein, es wird ein Riff angesegelt und die Meute auf das Schlauchboot gescheucht, Korallenriffe beschnorcheln. Zurueckgekommen wird in eine Bucht gemotort und das All-Inclusivepaket schlaegt voll zu: Man wird bekocht, bespaszt und zur Nachtruhe entlassen. Nein, kein Segeln bei Dunkelheit, kein eigenes Steuern, nichts.
Der zweite Tag verlaeuft aehnlich, bitte zusaetzlich zum Korallenriff noch Traumstrand hinzufuegen.
Immerhin wird auf der Rueckfahrt noch ein Race mit einem aehnlichen Schiff eingelegt (der Skipper weisz die Vorfahrtsregeln wie ein Groszer fuer seine Zwecke einzusetzen ;) )
Uebrigens der wichtigste Satz, der auch gerne mal wiederholt wird, war: Don't forget your sunscreen. Sonnenanbeter, in den Whitsundays habt ihr euren Meister gefunden. Wer nach 8 Uhr morgens hier ohne 30+ rumlaeuft, wird fuer wahnsinnig erklaert. Wie zum Beispiel der rote Englaender da drueben.


fabian    (Mar 5, 2007 - 9:03 AM / vor 1 Jahr(en) 2 Monat(en) 13 Tag(en) geschrieben)

An alle Cayennefahrer

Fraser Island ist eure Herausforderung! Diese Insel, deren Anfahrt man noch nicht einmal ohne ernsthaften Allradantrieb ueberstehen wurde, da man durch den durchwuehlten Strand auf Festlandseite auf eine Art motorisierte Bruecke muss, die einen die paar Meter durch den pazifischen Ozean schippert, entbehrt kaum einer Landschaft, die man ansonsten nur von Fototapeten her kennt. Seen, die von der einen Seite her mit Eukalyptuswaeldern und von der anderen Seite her mit Wueste umringt sind, eine gewaltige Steilkueste, die an den Sprung des Cliffmannes erinnert, "Champangerpools", in denen man laessig herumliegt und von Zeit zu Zeit die Wellen des Meeres fuer eine Massage sorgen. Phaenomenal.
Die 30 Kilometer auf und ab werden mit einem Toyota Landcruiser zurueckgelegt, der, so macht es den Anschein, schon die gesamte Welt gesehen hat. Ueberhaupt scheinen martialische Gefaehrten oder gleich ein Flugzeug die einzigen Fortbewegungsmittel zu sein, die ein Bewohnen der Insel, die, anders als z.B. Sylt, staendig waechst, moeglich machen.
Platz zwei auf der ewigen sich-zur-Ruhe-setzen-Plaetze-Liste, knapp hinter den Kanalinseln.


fabian    (Mar 2, 2007 - 9:45 AM / vor 1 Jahr(en) 2 Monat(en) 16 Tag(en) geschrieben)

Von Eigenverantwortung und Sicherheit

Kaum haeufiger als hier habe ich das Wort Eigenverantwortung gehoert: Ob es um das Abschlieszen von Vertraegen, das Bestaetigen von Terminen oder das Einhalten von Fristen geht, immer wird von der own responsibility gesprochen. Eigentlich geht in meinem Herz bei soetwas ja die Sonne auf, jedoch wird das ganze zur Farce, wenn nicht zugleich auch ein Bouquet an Verhaltensmoeglichkeiten zur Verfuegung steht, aus denen man waehlen koennte. Und da kommt das Problem mit der Sicherheit, um das es sich jetzt drehen soll.
Folgender Anwendungsfall: Man moechte ein Bier trinken. Als in D Aufgewachsener wuerde man denken: Macht man halt, wenn einem der Sinn danach steht. Tja, so einfach ist das hier nicht. Es beginnt damit, dass man nicht ueberall sondern nur in dedizierten Laeden Alkohol erwerben kann. Hat man einen solchen gefunden, darf man den leider nicht dort und auch nicht irgendwo anders in der Oeffentlichkeit, erst recht nicht in Fahrzeugen oder aehnlichem konsumieren. Also zurueck ins Hostel. Dort weisen den Reisenden sofort Schilder darauf hin, dass der Alkoholkonsum untersagt sei, also weiter bis auf sein Zimmer, wo jedoch sowohl an der Tuer als auch innerhalb des Raumes wiederholt wird, dass auch hier kein Bierchen erlaubt sei. Versueszt werden die Hinweise immer sofort mit den Strafen, die drohten, was passiere, wenn man sich diesen Verboten widersetze. Das ganze soll eben wohl der Sicherheit dienen.
Unwillkuerlich geht man vor dem inneren Auge den Weg auf und ab, ob es denn nicht doch einige Quadratzentimeter gebe, an dem man sein Bier trinken koenne. Was ist z.B. mit der Mauer, die das Gelaende umgibt? Gehoert die nicht mehr zum oeffentlichen Raum und ist dennoch nicht als innerhalb der Anlage definiert? Es stellen sich einem noch andere Fragen, so z.B. ob alles, was nicht explizit verboten auch erlaubt ist. Ich habe noch kein Schild mit Strafandrohung gesehen, das es einem untersagt, willkuerlich Leuten in den Kopf zu schieszen. Wuerde man die Ehre haben, als Praezedenzfall in die Geschichte Australiens einzugehen, wonach ein Schild entworfen und ueberall aufgehaengt wuerde? Vielleicht mit Widmung? Oder ist es sogar erlaubt?
Nee, Australien, da habe ich schon diktatorische Staaten besucht, die weniger Feinde innerhalbs ausgemacht haben und in der Lage waren, ein entspannteres Alltagsleben zu erlauben. Paranoia bitte drauszen lassen und nochmal von vorn.
Ich hoffe, dass sich die naechsten Eintraege um den fantastischen Strand, die perfekten Wellen und die ewig scheinende Sonne ranken werden, aber dazu ist mein Gemuet gerade nicht in der Lage ...


fabian    (Feb 25, 2007 - 11:24 PM / vor 1 Jahr(en) 2 Monat(en) 21 Tag(en) geschrieben)

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