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Cannonball Run

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Helga (Mar 11, 2008 - 7:44 AM)


Hello! Good Site! Thanks you! hgfmxadnzf

ptzzdacsly (Oct 1, 2007 - 4:55 AM)


hi fabian, bin über c'mons reisebericht hier gelandet und muss euch selbstredend auch ein wenig respekt zollen: amerikanischer kann man einen amerikaurlaub wohl schwerlich gestalten .. gl�ckwunsch ;)

das leben als phototapete (Sep 22, 2007 - 10:26 PM)


Hey Ihr beiden, war echt zu geil "Tag 7" mit Euch in den Staaten zu verbringen und so einen Einblick in Euren Reisestil zu gewinnen! Es war fuer uns allerdings ungewohnt anstrengend und so kommt es uns gerade recht, dass noch 3,5 Wochen Hawai'i vor uns liegen ;) Wir sehen uns in the Old World!!

Elli & Simon (Sep 13, 2007 - 11:45 AM)


Weiter alles Gute aus Celle.

@home (Sep 12, 2007 - 10:08 AM)


Da ich ja durch mein kleines Engagement bei Atmosfair (www.atmosfair.de) einen direkten Zugriff auf dem Emissionsrechner habe und ausserdem einen Ruf zu verlieren, hier ein paar Zahlen:
Flug Bremen, Amsterdam, Bosten und zurueck macht 3620kg CO2 pro Person.
Auto USA, Acriss FLAR, 16.000km macht 1915kg CO2 pro Person.
Sind also zusammen 5535kg CO2 Emission fuer jeden von euch. (Und da ist noch kein Burger gebraten.)
Vergleichswerte sind: ein Jahr Kuehlschrankbetrieb ca. 100kg, Jahresemission eines Inders ca. 900kg; ein vertretbares Jahresbudget fuer Emissionen liegt bei 3000kg pro Erdenbuerger (nicht fuer Urlaub, sondern fuer alles, versteht sich).
Um die Emissionen fuer euren Urlaub auszugleichen muesstet ihr Atmosfair etwa 100EUR pro Nase ueberweisen.

kevin (Sep 11, 2007 - 1:37 PM)


Strammer Zeitplan Jungs! Dann drückt mal kräftig aufs Pedal:-)

oli (Sep 10, 2007 - 8:59 PM)


Verdammt... die ahbens geändert 61850-7-410..... ist aber schon fettig modellliert und die Datenpunkte bekommen wir auch harminisert und QS gesichert hin . Alles im Lot auf dem Boot.

MUslar (Sep 10, 2007 - 3:10 PM)


nene, da gibbet nichts, Hydro-Generation ist ne ganz andere Arbeistgruppe, nicht die TC 57 - unbd seit Transormers wissen wir doch auch, wozu der Hoover Damm EIGENTLICH dient ... Decepticons!!!,-)

MUslar (Sep 10, 2007 - 3:04 PM)


Hu..geil.... nur halten um zu photoggraphieren ,-)

MUslar (Sep 6, 2007 - 9:19 AM)


Hallo ihr Weltenbummler,

in der Position der "Daheimgebliebenen" und der einer neugierigen Frau :-), verfolge ich gespannt Euren Trip. Dabei W�nsche ich Euch alles gute und viele tosende Erlebnisse und Eindr�cke.

Heike (Sep 5, 2007 - 5:30 PM)


Sind in Cleveland gelandet, Niagara besucht und hundemüde. Später mehr.

Sqeezer (Sep 2, 2007 - 9:01 AM)


Eine gute Reise wünsche ich euch!
Ob eure Planung aufgeht ist nun die spannende Frage! Ich dr�ck euch die Daumen und freu mich auf eure Reiseberichte.
Gute Fahrt!

Claudia (Sep 1, 2007 - 11:59 AM)


Ein netter Kommentar an die Verrückten. Verfahrt euch nicht, die Folgen wären kaum abzusehen... (wer hat eigentlich das Teil hier programmiert, kann ja nicht mal Umlaute!)

kevin (Aug 31, 2007 - 12:48 PM)


astrein....
ich winke die ziefahne in chattanooga..

mo (Aug 25, 2007 - 6:11 AM)


Mein Tip: Speeding tickets sammeln und das land so schnell nicht wieder besuchen ;) bei uns geht's nun erstmal gaaanz gemaechlich nach Minneapolis und Chicago. Ab dem 30.08 sind wir in S.F. - das Bier kuehlt quasi jetzt schon ...

c`mon (Aug 23, 2007 - 5:22 PM)


Ich bin der Erste, der dieses wahnsinnige Vorhaben kommentieren darf... ich wünsche euch einen Massagesitz f�rs Auto, einen gesunden Beifahrerschlaf und gen�gend Red Bull

postina (Aug 22, 2007 - 3:52 PM)


Der Kreis schließt sich

mit dem erneuten Erreichen Bostons, das Flugzeug startet und fliegt gen Osten, schön wars, USA, erfrischend heterogen, mit vielen sehens- und lebenswerten Orten.
Auf Wiedersehen!

(Fabian)


FabianDirk    (Sep 17, 2007 - 9:19 PM / vor 8 Monat(en) 1 Tag(en) geschrieben)

Die Sonne scheint

fast unerbittlich Tag für Tag, was im Death Valley aufgrund der extremen Hitze und in New Orleans durch die hohe Luftfeutigkeit außerhalb klimatisierter Räume schnell einmal für leichtes Unbehagen sorgen kann.
Der letzte Reisetag ist die erste Ausnahme dieser Regel und der Regen spült wundersames in Boston zu Tage: Als hätte der weibliche Teil der Einwohner Bostons darauf gewartet, werden innerhalb weniger Minuten trendbewusste Gummistiefel in allerlei Designs von retro bis newage präsentiert. Je bunter und gewagtere Muster, desto besser, als Kontrapunkt gelten offensichtlich die in klassischem gelb. Eine böse Vorahnung macht sich breit: Überschwemmt in diesem Herbst dieser trennt das hiesige Land, ebenso wie sich die unsäglichen Gummiclocks von Australien her in diesem Sommer geschlichen haben (und glücklicherweise nicht das ganz breite Publikum angesprochen haben)? Wir bleiben dran!

(Fabian)


FabianDirk    (Sep 16, 2007 - 9:30 PM / vor 8 Monat(en) 2 Tag(en) geschrieben)

Themenmetropole: nicht schlafen

Da sich die Reisegeschwindigkeit durch die allgegenwärtigen Begrenzungen nicht anheben lässt, muss man an der anderen zur Verfügung stehenden Dimension drehen: Zeit. Also wird das Schlafen für die nächsten drei Ziele einfach mal weggelassen und los geht es in

Carrollton: Aufgrund mehrerer Bekannter, die hier einmal einen längeren Stopp wegen eines Auslandssemesters eingelegt haben, machen wir uns in die eher nicht-Metropole auf, um die Erinnerungen derer durch aktuelle Fotos aufzubessern und so durch visuelle Stimulation vielleicht noch die ein oder andere derer Anekdoten im Nachhinein zu erfahren. Also, Claudia und Matthias, jetzt gibt es keine Ausflüchte mehr, nun wird ausgepackt. ;)

Washington D.C., die Festung auf dem Weg nach Norden, die Burg, die den Patriarchen mit Kanonen, Wällen und Krokodilgräben schützt? Eher nicht, eigentlich durchschreiten wir hier eine großzügig angelegte, aristokratische Stadt mit all ihren Ämtern, Behörden und Parks, pardon, Feldern. Welche Erklärungsmodelle haben wir dafür? Die Sicherheitsmaßnahmen sind dermaßen subtil, dass sie, bis auf einige wenige Polizeiwagen, nicht weiter auffallen. Oder das Sicherheitsbedürfnis ist nicht so hoch, wie erwartet. Oder es wird angenommen, dass um vier Uhr morgens auch die Terroristen schlafen.

Der Morgen ist im vollen Gange, als die Freiheitsstatue vom Battery Park in Manhatten aus fotografiert und ein Spaziergang am Ground Zero vorbei über den Central Park, den Rockefeller Plaza (NBC Studios) und den Times Square unternommen wird. Lustige Dialekte werden hier gesprochen und emsig um einen herum und hoch über einen hinaus wuselt alles vor sich hin. Gelbe Taxis dominieren die Straßen, Grillstände die Fußwege und Musiker die U-Bahnhöfe.
Alles wirkt sehr metropolig, nichts bedrohlich, eine sehr positive und lebenswerte Mischung. So sind sie hier auch zu Selbstironie in der Lage (in L.A. hatte ich das Gefühl, dass ihnen diese Fähgikeit eher abgeht): Ein Geschäft mit eher ausgewählterer Ware heißt so beispielsweise "Bargains for Millionaires." ;)

(Fabian)


FabianDirk    (Sep 15, 2007 - 5:16 AM / vor 8 Monat(en) 3 Tag(en) geschrieben)

Late Night with Conan O Brien!

Ach, wo wäre mein Englisch jetzt, wenn es nicht Conan O'Brien gegeben hätte mit seinem Triumph the insult comic dog, dem Masturbating Bear oder Preparation H. Raymond? Hm, vielleicht in einer weniger verqueeren Ecke als jetzt, aber egal.

New York war die ganze Zeit über auf das Ende der Reise gelegt und damit bot sich die Gelegenheit, den Besuch bei Conan als krönenden Abschluss zu zelebrieren. Und wie: Die heutige Folge war die Jubiläumsshow zum 14-jährigen Bestehen der Show! So ein Jubiläum ist natürlich kein Grund, von der bewährten Abfolge immer gleicher Programmteile abzuweichen, und die gehen so:

0. ausführlich Konfusion wegen orangefarbener, blauer und weißer Eintrittskarten (OK, das war nur unser Problem, und die Kodierung habe ich noch immer nicht verstanden.)
1. kurzer stand-up (heute: Clinton, Spears, etc.)
2. practical joke (heute: die denkbar schlechteste aller Jubiläumsfeiern)
3. erster Gast (heute: Billy Bob Thornton)
4. zweiter Gast, etwas kürzer (heute: Senator Christopher Dodd)
5. practical joke
6. dritter Gast (sehr kurz) oder musikalischer Ausklang (heute: Kenny Chesney)

Ein Grund, davon abzuweichen, ist jedoch, wenn der zweite Gast ein Präsidentschaftsanwärter ist (natürlich Demokrat, die Republikaner gehen zu Jay Lenno), der sich entsprechend zeitlich ausbreiten möchte. Daher entfiel bei dieser Folge leider der fünfte Punkt.

Eine Rezension der Folge werde ich hier nicht geben, dazu sein nur so viel gesagt: Während ich das hier schreibe, wird die Folge gerade zum ersten Mal ausgestrahlt, sollte also bald im Internet zu finden sein (Late Night with Conan O'Brien, 2007-09-13), selbst angucken und entscheiden. Das scheint sogar legal möglich zu sein: http://www.nbc.com/Late_Night_with_Conan_O'Brien/video/episodes.shtml

Man könnte nun natürlich darüber philsosphieren, dass Andy Richter ein Loch hinterlassen hat, das Conan nicht mehr zu füllen wusste, dass die Sendung praktisch seit 10 Jahren aus den immer selben 15-20 Witzen besteht (Desktop-ride, if they mated, ...), die wieder und wieder in anderer Reihenfolge präsentiert werden, aber Leute, ich habe mir heute zum Vergleich die Jay Lenno Folge angesehen, was ich seit vielen Jahren nicht mehr getan habe, weil damals zum Beginn der Irakinvasion eine Pointe war, dass Iraker Kamelkot verzehren (Wortwahl vom Autor angepasst), nun, heute war eine der Pointen, dass Osama Bin Laden Ziegen fickt (Wortwahl vom Autor drastischer gewählt).
Conan: Du bist der Beste! (Schmidt natürlich außer Konkurrenz), und es war großartig, bei der fast industriell-steril-professionellen Produktion einer Late Night-Folge zur Huldigung der Sinnfreiheit anwesend gewesen zu sein. :)

(Fabian)


FabianDirk    (Sep 14, 2007 - 7:15 AM / vor 8 Monat(en) 4 Tag(en) geschrieben)

Jeder Tag wie ein kleines Weltkulturerbe

Der Rückweg geht sieben-Meilenstiefel-artig voran und beinhaltet trotzdem einen Höhepunkt nach dem anderen:

Grand Canyon: Ja, es ist ein Canyon und ja, er ist groß, geradezu überwältigend. Es mischt sich aber vor allem ein anderer, viel befremdlicherer Eindruck als der von Erfurcht oder Erhabenheit bei der Betrachtung dieses Naturschauspiels auf, nämlich: Fototapete. Irgendwie hat man das Gefühl, diesen Canyon und den Fluss, der durch ihn fließt, die Bäume, die dort grünen und die schroffen Felsvorsprünge schon so oft gesehen zu haben, dass er einem zweidimensional vorkommt und man muss schon auf- und abgehen, bis man sich davon überzeugt hat, dass das diesesmal der echte sein muss. Kinder des übermäßigen Medienkonsums sind wir!

Monument Valley: Inmitten eines der zahlreichen Indianerreservate befindet sich ein Highway, der durch eine faszinierende Landschaft von Tafelbergen führt, die wie aufgetürmt dort stehen. Wer sich darunter nichts vortstellen kann, dem sei wie bei dem Grand Canyon mit Medienhörigkeit geholfen: Die Szenerie diente als Kulisse für den Roadrunner mit seinnm Koyoten, der hier Steine auf den Kopf geworfen bekommt oder versucht, durch die Felsen hindurchzulaufen, weil da doch gerade noch ein Tunnel aufgemalt worden war.
Ein Vorteil der modernen Technik sei hier noch erwähnt: Durch die schöne Erfindung des GPS und der Autonavigationssysteme verliert sich der gemeine Tourist mal wieder an Orte, zu denen er aufgrund eines schotterpistenartigen Zustandes der Straße gar nicht aufgebrochen wäre, die sich dann sogar noch zusehens verschlechtert, bis man sich schließlich von Pickups umzingelt sieht, die von müde lächelnden Menschen an einem vorbeigefahren werden. Aber genau dieser Technik verdankt man es eben, dass man diese Tafelberge nicht nur aus der Enternung sieht, sondern in Steinwurfenternung in einem dafür völlig ungeeignetem Fahrzeug an ihnen vorbeifährt. Abenteuerurlaub und immer die Frage: Müssen wir gleich das zwei Tonnen schwere Fahrzeug im Sand festgesetzt zurücklassen und der Mietwagenfirma eine Geschichte über eine außerirdische Entführung eines PKW erzählen?

In Mesa Verde erfahren wir, wie die Menschen vor etwa 800 Jahren in dieser Region der Welt gelebt haben, nämlich zunächst noch in Erdwohnungen und später in in den Fels gehauene Kleinstädte. Zum einen außerordentlich beeidruckend, zum anderern jedoch im Gegensatz zum Monument Valley wenig haptisch, da lediglich das Teleobjektiv diese frühen Zeugen der menschlichen Zeit an den Besucher heranholt. Also wieder etwas mehr medialer Konsum als echte Erfahrung.

Das französische Viertel New Orleans: Inmitten des subtropischen Klimas der Südstaaten erblickt man über mehrere Blöcke hinweg tatsächlich das Flair einer französischen Kleinstadt mit all ihren Brüstungen, Holzverkleidungen und engen Gässchen. Ist man noch ein wenig angefasst von der noch vor gar nicht allzu langer Zeit in dieser Gegend beendeten Apartheid  und den Zeitzeugen in Form von Baumwollfeldern und im kolonialstil gehaltener Anwesen auf der Fahrt hierher, fühlt man sich hier sofort heimisch und des Klimas sei dank an Kuba erinnert. Auf die Freiheit! (Prost!)

(Fabian)


FabianDirk    (Sep 12, 2007 - 6:53 AM / vor 8 Monat(en) 6 Tag(en) geschrieben)

Das Fahrzeug

Vorweg: Der geliehene Cadillac ist ein sehr brauchbares und angenehmes Fahrzeug, das für einen Roadtrip dieser Art alle Annehmlichkeiten bietet. Dennoch bleibt es nicht aus, dass nach hundert Stunden die ein oder andere Kleinigkeit ins Auge sticht, die nicht ganz so gelungen ist. Im Fall des Cadillac DTS sind diese subtil und skuril gleichermaßen, so dass ihnen ein eigener Abschnitt gewidmet werden darf.

Samples
Das Fahrzeug verfügt über eine 5.1 Stereoanlage mit zahlreichen Lautsprechern. Diese wird nicht nur zur Musikwiedergabe sondern auch für akustische Signale eingesetzt. So erklingt bspw. eine virtueller Gong, wenn der Fahrer seiner Anschnallpflicht nicht nachgekommen ist. Auch ist das klicken des Blinkerrelais ist in dieser Weise täuschend echt modelliert worden. Allerdings haben sich bei der Umsetzung einige kleine Schwächen eingeschlichen. Das Blinkergeräusch ist ein Sample mit etwa 2 min. Länge, dessen Ende nicht zum Anfang passt. Daher kann bei langen Ampelphasen ähnlich einer schlechten Telefonwarteschleife alle paar Minuten der unglückliche Übergang wahrgenommen werden. Das System verfügt über keinen Akustischen Mischer, bzw. kann nur einen Sample gleichzeitig abspielen. So kann es passieren, dass dem unangeschnallten Fahrer der Gong vorgespielt wird, während das Blinkrelaisklicken in dem Zeitraum unterbrochen wird.

Entfremdung
Motto des Fahrzeugs ist die größtmögliche Abschirmung der Insassen vor jedweden äußerlichen Widrigkeiten. Im Fahrgastraum wurden bspw. keine Mühen gescheut, durch Dämmung störenden Lärm von außen fern zu halten. Das wurde mit Eifer umgesetzt und ereicht eine bemerkenswerte Güte in dem Fahrzeug. Es ist problemlos möglich, nahezu lautlos durch das Death Valley zu gleiten, während bei 44 Grad Außentemperatur die Klimaanlage und auch die klimatisierten Sitze für behagliche Temperaturen sorgen. Das ist nicht ganz unproblematisch. Die Fuhre ist so leise, dass bei den oben beschriebenen Samples deutlich ein Rauschen wahrzunehmen ist. Um alle Geräusche zu kaschieren, ist das Fahrwerk butterweich. Die Lenkung reagiert deutlich verzögert und es gibt praktisch keine Rückmeldung an den Fahrer. Auf Störungen wie bspw. Bahnschienen reagiert das Fahrwerk mit deutlichem Poltern. In Kurven erreicht die Karosse bemerkenswerte Neigungswinkel. So wird der Fahrer in kurvigen Passagen zum Kapitän, der die schwimmende und schwankende Fuhre durch die Serpentinen drückt.

Offroad
Eigentlich würde man erwarten, dass ein Straßenkreutzer dieser Art auf rauhen Wegen scheitert. Dem ist nicht so. Durch die weiten Federwege ist das Fahrzeug zwar weich, verfügt aber auch über eine ordentliche Bodenfreiheit. Dadurch können auch raue Passagen bewältigt werden. Mit ein bisschen Ruhe und geschickter Routenwahl erreicht man so auch Orte, die eigentlich deutlich stabileren 4x4 vorbehalten sind. Selbst im tiefen und feinen Wüstensand zieht sich der Hecktriebler sicher vorwärts.

(Dirk)


FabianDirk    (Sep 10, 2007 - 3:43 PM / vor 8 Monat(en) 8 Tag(en) geschrieben)

Abhängen unterm Hollywoodsign

Da fährt man so durch Beverly Hills, entlang des Hollywood Blvs und am Long Beach vorbei und wer steht da jäh am Wegesrand? Elli und Simon. Die ersten fünf, sechs Bier sind schnell getrunken, man erzählt sich von dem bisher auf den jeweiligen Reisen Erlebten und beschließt, den nächsten Tag gemeinsam zu verbringen: eine Rundtour duch südost California und Anrainer.

Death Valley gibt seinem Namen zum einen alle Ehre, zum anderen lügt er, dass sich die Kakteen biegen. Die Anfahrt führt über Straßen, die teilweise ausgetretenen Oasenpfaden gleichen, die Hitze ist überwältigend, weit und breit kein Baum, kein Wasser, nur Gestrüpp hält sich hier, man blickt sich um und erblickt nur das Bergmassiv, das einen umschließt und in dieser lebensfeindlichen Welt gefangenzuhalten versucht. Jedoch: Man ist nicht allein, ganz im Gegenteil. Obwohl dies wohl der letzte Ort ist, an den man sich wünschen würde, wimmelt es von Kamerabehängten, von denen kaum einer englisch spricht, es sei denn, es findet Intergrüppchenkommunikation statt: Could you take a picture of us, please? Bei uns nicht nötig, in Armlänge standen genügend andere Deutsche.

Vorbei an dem obligatorischen Sicherheitsmann, entlang vieler amerikanischer Fahnen und Monumenten zu Ehren der glorreichen Leistungen am Vaterland erreichen wir den Hooverdamm, der aus sicherlich mindestens zweierlei Gründen attraktiv ist: Zum einen ist das Bauwerk wahrlich gigantisch und der Aufwand, den Staudamm in ein solches Tal zu bauen beeindruckend groß. Zum anderen bringt es meine Profession mit sich, die Anlagen zur Stromerzeugung genauer unter die Lupe zu nehmen. Da gibt es so einiges zu modellieren, Herr Uslar. Und natürlich auch qualitätszusichern.

Schließlich führt der Weg zur Weiterfahrt nach Osten über einen Autobahnzubringer, der ein wenig stauig zu sein scheint, dafür aber ordentlich beleuchtet ist. The Strip in Las Vegas zeigt beeindruckend, was geht, wenn Geld keine Rolle spielt. Thematisch sind die Hotel-Casino-Bespaßungs-All-in-Oneder-Lösungen (You name it - they have it) orientiert an dem römischen Reich, dem Mittelater, der Sahara, Venedig, ..., schlicht allem, was örtlich und zeitlich weit entfernt von diesem Ort liegt.
Kleiner Styleguide für zukünftige Besucher: Frauen: Auf hohen Absetzen will gelernt sein, zu gehen und Männer: Flipflops könnten an einigen Lokalitäten als underdressed gelten.

(Fabian)


FabianDirk    (Sep 10, 2007 - 5:02 AM / vor 8 Monat(en) 8 Tag(en) geschrieben)

Wie die Leute, so das Land

Die Küstenlinie entlang geht es nach Süden, nicht nur auf den Interstates, sondern auch fernab auf den Highways. Ein klassischer Tradeoff: Langsamer ankommen, dafür mehr ansehen. Wieder im Gegensatz zum mittleren Westen (ewige Weiten, immergleiche Monotonie aus Mais- und Weizenfeldern) belohnt dieser Landstrich den zusätzlichen Aufwand: Da kommt man durch den Redwood, in dem Bäume so groß und alt werden, dass aus einem alleine die Arche geschnitzt hätte werden können, Felswände, die beinahe senkrecht empor steigen (und von u.a. Jack Osborne beklettert wurden), einzelne Bäume, die wie deutsche Wirtschafstheoretiker benannt wurden und mittlerweile wie amerikanische Kriegshelden heißen. Alles außerordentlich sehenswert.

Auf dem Weg durch diese eher durch die Natur dominierten Gebiete kommt man an allerlei Kasinos und Trailerparks vorbei und man schaut denjenigen Menschen in den Vorgarten, zu denen der amerikanische Traum nicht so gut war. Dazu ein Scherz eines (weißen) amerikanischen Comedian, der das Spannungsfeld zwischen den Ethnien wohl schöner aufzeigt, als ich es mit meinen Worten tun könnte: "Why have the Indians all those casinos, why don't they do something where they are good at in? Like booze and dogs?" -> Gelächter

(Fabian)


FabianDirk    (Sep 8, 2007 - 11:46 AM / vor 8 Monat(en) 10 Tag(en) geschrieben)

Etappensieg

Bad Lands, Mt. Rushmore, Yellowstone National Park mit Mud Vulcanos (unheimliche Erinnerungen an eben diese Kuriosität in Aserbaidschan werden wach, der Fuß fühlt sich schmierig an) und dem "Old Faithful", dem regelmäßigsten Geysier in dem Park, der seine Show für uns auch beeindruckend aufgeführt hat, später, erreichen wir Seattle. Welch ein Unterschied zum mittleren Westen, den Great Plains, dem Heartland: Der ganze zweifelhafte Charm des konservativen Kleinstädtetums der vergangenen 2000 km fällt ab und es eröffnet sich eine weltoffene Stadt ohne immer wiederkehrende Muster der großen Marken, deren Wachstum und Einzigartigkeit man ihr ansieht. Liegt es an der Euphorie, den ersten Teil der Reise abgeschlossen zu haben, vom Atlantik an den Pazifik gefahren zu sein oder ist es einfach die schönste Stadt mit den schönsten Menschen seit Chicago? :)

(Fabian)


FabianDirk    (Sep 7, 2007 - 6:59 AM / vor 8 Monat(en) 11 Tag(en) geschrieben)

Ein South-Dakota für einen Marketingprofi

South-Dakota ist ambivalent: Zum einen beherbergt es Mount Rushmore, in dessen Wände die bekannten vier Präsidentenköpfe gehauen sind. Außerhalb des äußersten Westens ist South-Dakota jedoch eher flach und landwirtschaftlich geprägt. Das gestaltet sich folgendermaßen: Jedes Feld erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang der Autobahn, in dessen Mitte ein Farmhaus steht. Dieses Bild ist über etwa 800 km monoton gleichbleiben, nur selten unterbrochen von kleinen Orten mit wenigen hundert Einwohnern.
Um so wichtiger scheint es zu sein, auf die Höhepunkte eben jener Orte hinzuweisen. Dies wird mit großem Aufwand entlang des Highways mit Werbetafeln gemacht, die alle 200 Meter aufgestellt wurden, und einige Stilblüten wollen wir dem Leser nicht vorenthalten. Noch kurz zu der Gestaltung: Wir sehen hier keine Werbetafeln auf Timesquareniveau sondern eher große Rauhfasertapeten die mit Pinseln bearbeitet worden sind.

Kategorie 1: Schöne Wortspiele
Before you Rushmore - learn more
This cave rocks
Splash-tacular
Famil-E-Fun

Kategorie 2: Aussagen, die noch einmal von einer anderen Perspektive aus betrachtet werden sollten
Abortion: The choice that kills
Help manage your wildlife - wear fur.
Best "Choice" (Für das einzige Hotel weit und breit.)

Kategorie 3: Schlicht falsch
Trash's tatoo
Dick's Body Shop - with toe service

Ein Schild hat es mir ganz besonders angetan: This board for rent. Wenn die Googleearthaufnahme dieses Fleckchens Erde ein wenig schräg ist, werde ich der Welt so Nachrichten zukommen lassen.

(Fabian)


FabianDirk    (Sep 7, 2007 - 6:58 AM / vor 8 Monat(en) 11 Tag(en) geschrieben)

Ich hätte gerne noch das Pfefferminzblättchen

Die Golden Coralle-Situation.
Ein normales McDonald's Menü kostet etwa $7,50, die make-it-maxi-Option noch mal etwa $2, für unter $10 kann man also seinen Tageskalorienbedarf decken. Was bewegt Menschen also dazu, $12,50 für das all-you-can-eat-Selbstbedienungs-Buffet-Restaurant "Golden Coralle" zu bezahlen? Nun, von außen lässt sich zunächst einmal feststellen, dass diese Menschen eine ganze Menge aktiv bewegen müssen, um das Restaurant zu betreten - im Schnitt etwa 130 kg (kleine Rechenaufgabe für den Leser: Rechne das in Steine, Pfund oder Anzahl der Kubikzoll von Leichtbier bei 100° Fahrenheit aus). Und nun zum Inneren: Es muss ein Unverständnis ob eben dieser Tatsache herrschen, lässt man doch beim Verlassen des Lokals den (letzten) Teller immer zu drei vierteln gefüllt zurück.

Die Mall-of-America-Situation. (Minneapolis)
Gestärkt geht es weiter, ein wenig in- und ausländische Produkte einzukaufen. Dieser Mall bietet seinen Besuchern alle erdenklichen Artikel aller Anbieter. Nehmen wir den Leser mal an die Hand und schlendern mit ihm durch eine repräsentative Etage diese Gebäudes: Da erblickt man zunächst in zwei Reihen aufgestellte Kaugummi- und Bonbonspender, dann kann man Mobiltelefone bei AT&T erwerben, Kleidung von Prada, Sonnenbrillen von Gucci, Videospiele von GameStop, Telefone von T-Mobil, Kaffee von StarBuck's. Es folgt eine Öffnung des Ganges, ein kleiner Platz tut sich auf, rechts ein Minigolfplatz (mit Bonbonspendern), links McDonald's, Taco Bell, Burger King, Diary Diner, KFC, Tokyo Town, Taco John's. Der Platz verjüngt sich erneut zu dem Gang, Bose, Apple, StarBuck's, T-Mobil, GameStop, ein Blick nach oben in die nächste Etage über die Schulter: Taco Bell, Mc Donald's, nach vorn: AT&T, Prada, nach unten in die darunter liegende Etage: StarBuck's, Prada, T-Mobil, GameStop, Bonbonspender, ...
Das Universum weist in Malls eine erstaunlich hohe Krümmung auf.

(Fabian)


FabianDirk    (Sep 4, 2007 - 8:34 AM / vor 8 Monat(en) 14 Tag(en) geschrieben)

Einer uralten indigenen Überlieferung nach ...

... wird Frieden unter den Völkern dieser Erde herrschen, wenn sie sich in Eintracht im Abendrot an den Niagarafällen treffen und die Schönheit der Natur gemeinsam feiern. Demzufolge darf ich heute entweder den Weltfrieden bekanntgeben oder es ist am Montag Laborday (eine gute Gelegenheit, mal einen Ausflug über das Wochenende zu machen) und wir haben die erste Etappe bis zu den Fällen noch gerade so geschafft und sie 30 Minuten vor Einbruch der Dunkelheit erreicht.
Dort trifft man auf gleich zwei beeindruckende Spektakel: Erstens die Niagarafälle selbst, die durch den beachtlich großen Niagara gespeist werden und türkis in ein riesiges Loch zu fallen scheinen. und obwohl die Gischt spritzt und sich über hunderte Meter alles in Nebel verhüllt und man nur zwei, drei Meter von der "Wasserkante" entfernt steht, ist er unfassbar ruhig - kein tosender Lärm, irgendwie eher ein Rheingefühl möchte man meinen. Nunja, blickt man dann in die Tiefe, ist einem auch schnell klar, dass, stünde man viele Meter tiefer, sich der Eindruck relativieren würde.
Das zweite Spektakel sind die Menschenmassen, mit denen man diese Eindrücke teil. Es scheint, dass Indien und China dichtgemacht hätten und so stehen dicht an dicht deren Landsleute an der Brüstung und digitalfotografieren mal die Wasserfälle, mal die Stadt, mal sich selbst und alles in allen Kombinationen, bis schließlich das Licht versagt. Netter Hinweis an alle Kompaktkamerabesitzer: Nein, der Blitz eurer Knipse reicht nicht aus, um das gesamte Szenario zu erhellen.
Weiter ging es danach noch nach Westen, in Eerie ist leider Rennwochenende (Pferderennen?), so dass großflächig alle Hotels ausgebucht sind, man quält sich also weiter bis nach Cleveland, wo man der Familie Hilton doch gerne noch etwas Geld entgegenwirft, das die vielleicht in die Erziehung ihres Töchterchens investieren mögen.

(Fabian)


FabianDirk    (Sep 2, 2007 - 2:25 PM / vor 8 Monat(en) 16 Tag(en) geschrieben)

Unschuldsvermutung

Nachdem bei der Rueckreise des letzten Urlaubs man mir deutlich mehr Aufmerksamkeit von Seiten des Sicherheitspersonals und des Zolls geschenkt hat als ueblich und ich eine positive Korrelation zwischen eben jener Aufmerksamkeit und der Menge der Haare in meinem Gesicht feststellen konnte, habe ich als letzte Reisevorbereitung das einzig richtige getan: Nicht Schurkenstaat wird die Assoziation sein, die im Kopfe der Beamten aufkommt, wenn sie mich sehen, sondern aufrechter, freiheitsliebender und -verteidigender, wohlfrisierter Herr westeuropaeischer Abstammung. Ha!, Rasterfahndung, da habe ich dich ausgetrickst!

(Fabian)


FabianDirk    (Aug 31, 2007 - 10:19 PM / vor 8 Monat(en) 18 Tag(en) geschrieben)

Alamo ole!

Der Mietwagen ist nun gebucht. Das zementiert die zuvor geplante Route. Alternative Ansätze sind somit entgültig vom Tisch. Alamo ist so freundlich uns einen 07'er Cadillac DTS (link) für den Trip zu offerieren.  17MpG bzw. 25 MpG klingen finanzierbar bei 2.5$ für die imperiale Gallone. Das entspricht rund 4 Euro / 100km und liegt somit im Lupobereich. Das Navigationssystem des Wages funktioniert nur mit einer Karten-DVD, deren Herausgabe lässt sich Alamo königlich bezahlen: 18$ pro Tag bzw. 109$ pro Woche. Für den von uns gebuchten Zeitraum schlappe 218$. Tragbare Navigationslösungen beginnen bspw. bei RadioShack ab 199$. Ich vermute auch das eine KartenDVD bei Cadillac für weniger Tantiemen erhältlich sind. Daher wird als mobile Navigationslösung einen Laptop nebst GPS-Software zu Einsatz kommen. Das ist zwar nicht sonderlich bequem für den Beifahrer, der die 3.5Kg  über Stunden auf den Knieen schaukelt, aber kostenneutral.

Hoffentlich neigt der Caddie nicht so zum Schmutzansatz wie der 2004'er Golf.

(Dirk)


FabianDirk    (Aug 29, 2007 - 1:29 AM / vor 8 Monat(en) 21 Tag(en) geschrieben)

Whac-A-Mole

Das Reiseziel besticht durch eine Reihe zeitlich beschränkter Attraktionen. Eine dieser ist die Möglichkeit Conan in New York zu besuchen. Eine weitere könnte das Burning Man Festival darstellen, welches alljährlich in der Black Rock Wüste stattfindet. Das Festival endet jedoch schon am Labourday, also zwei Tage nach unserer Ankunft in Boston. Es es praktisch unmöglich, die 2600 Meilen Distanz in der kurzen Zeit fahrerisch zu bewältigen, geschweige unterwegs Yellowstone NTL' Park oder Mount Rushmore zu besichtigen. Die Route kann daher nicht alle interessanten Sights abdecken. Kurzfristig wurden auch eine alternative Routen und unterschiedliche Startpunkte diskutiert. Es ist jedoch absehbar das durch divergierende Lösungen kein inhaltlicher Gütegewinn darstellbar ist. Auch wenn eine gewisse Flexibilität hinsichtlich des Reisepreises zugestanden wird, ist dadurch kein Optimum zu erreichen. Also bleibt die Route wie geplant.

Die Rückroute sieht einen längeren Aufenthalt in Chattanooga vor. Das Vorhaben wird vmtl. nicht umgesetzt, da der Gastgeber beruflich in Louisville, Kenntucky eingebunden ist. Dies entschärft die langen Etappen der Rückroute etwas, da mehr Übernachtungen vorgesehen werden können.

(Dirk)


FabianDirk    (Aug 27, 2007 - 1:09 AM / vor 8 Monat(en) 23 Tag(en) geschrieben)

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